Von Hans-Peter Hoeren
Wichtiger Durchbruch für den kommunalen Versorger Energie und Wasser Potsdam. Ein wesentlicher Teil der Finanzierung der Wärmewende ist gesichert. Vergangene Woche hat die Geschäftsführung der Energietochter der Stadtwerke Potsdam Kreditverträge mit einem Volumen von 375 Millionen Euro mit einem Bankenkonsortium unterzeichnet.
Zuvor hatte der Aufsichtsrat des Unternehmens grünes Licht für die Aufnahme der Darlehen gegeben. Das für die Finanzierung der Mammutaufgabe erforderliche Geldvolumen ist aber deutlich höher als das Darlehen, zusätzlich sind bereits bewilligte Fördergelder im dreistelligen Millionenbereich erforderlich. Laut Pressemitteilung handelt es sich um eine "der größten Investitionen in der Unternehmensgeschichte".
Gas-Heizkraftwerk soll ersetzt werden
Die Kredite werden nicht auf einmal abgerufen, sondern über die gesamte Projektlaufzeit bis zur Inbetriebnahme hinweg gestaffelt. Die EWP plant, nach dem Laufzeitende des Gas-Heizkraftwerks, die städtische Wärmeversorgung schrittweise vollständig auf eine dezentrale Versorgung mit erneuerbaren Energien umzustellen.
"Das ist ein starkes Zeichen für die Energiewende in Potsdam", erklärt EWP-Geschäftsführer Eckard Veil. Dank der gesicherten Finanzierung könne man den Ersatz des Gas-Heizkraftwerks, das seine Laufzeit erreicht habe, jetzt realisieren. "Unsere Transformationsprojekte für die Wärmeerzeugung können zügig umgesetzt werden", so Veil.
"Wir danken dem Aufsichtsrat für das entgegengebrachte Vertrauen – und allen Beteiligten für das Gelingen der Finanzierung", betont EWP-Geschäftsführerin Christiane Preuß. Die ersten Projekte für den Umbau von zentraler zu dezentraler Wärmeversorgung können nun starten. Zum Jahreswechsel 2025/2026 beginnt beispielsweise die Tiefengeothermie-Bohrung am Heizkraftwerk Süd.



