Wintershall Dea gehört zu einer Gruppe von Unternehmen, denen die Deutsche Umwelthilfe (DUH) juristische Schritte angedroht hatte.

Wintershall Dea gehört zu einer Gruppe von Unternehmen, denen die Deutsche Umwelthilfe (DUH) juristische Schritte angedroht hatte.

Bild: © Wintershall Dea

Das Carbon-Capture and Storage-Project (CCS) soll "Poseidon" künftig rund eine Milliarde Tonnen CO2 aufnehmen können. Es soll bis 2029 in Betrieb gehen und nach dem vollständigen Ausbau eine jährliche Speicherkapazität von bis zu 40 Mio. Tonnen CO2 haben.

Wintershall Dea steige mit dem Erwerb von zehn Prozent der Anteile in die CCS-Lizenz ein, die im Rahmen der ersten britischen Lizenzrunde für CO2-Speicherung an Perenco und Carbon Catalyst vergeben wurde, teilte Wintershall mit. Perenco werde die Betriebsführung übernehmen. Carbon Catalyst und Wintershall Dea werden bei der Umsetzung unterstützen.

Ausbau der Präsenz in Großbritannien

Der Einstieg in das "Poseidon"-Projekt sei nach der Übernahme der Anteile der Camelot-Lizenz im August 2023 sei bereits die zweite britische CCS-Lizenz für Wintershall Dea. "Wir sind stolz darauf, unsere Präsenz im Vereinigten Königreich auszubauen und einen Beitrag zu den nationalen Bemühungen zu leisten, das künftige Netto-Null-Ziel zu erreichen", so Hugo Dijkgraaf, CTO und Vorstandsmitglied des Unternehmens.

CCS-Aktivitäten in der Nordsee

Insgesamt ist Wintershall Dea nach eigenen Angaben an fünf Offshore-CCS-Lizenzen in drei Nordseeländern beteiligt. Darüber sei Wintershall Dea mit den beiden Projekten "BlueHyNow" und "CO2nnectNow" an der Entwicklung des Energy Hubs Wilhelmshaven an der deutschen Nordseeküste beteiligt.

Gemeinsam mit Equinor plant das Unternehmen zudem, die eine Pipeline zwischen Deutschland und Norwegen zu entwickeln, um kontinentaleuropäische Industriecluster und geeignete CO2-Speicher in der Nordsee zu verbinden. (am)

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