Eon und Horisont Energi arbeiten nach eigenen Angaben an einem Geschäftsmodell, das auf der Beseitigung von Kohlendioxid beruht. (Symbolbild)

Eon und Horisont Energi arbeiten nach eigenen Angaben an einem Geschäftsmodell, das auf der Beseitigung von Kohlendioxid beruht. (Symbolbild)

Bild: © Dmitry Kovalchuk/AdobeStock

Der Gas- und Ölkonzern Wintershall Dea plant zusammen mit Partnern ein Kohlenstoffdioxid-Lager unter der norwegischen und dänischen Nordsee. Das gab das Unternehmen mit Sitz in Kassel und Hamburg am Dienstag bekannt. Es habe dafür eine Absichtserklärung mit dem Flüssiggut-Tanklager HES Wilhelmshaven unterzeichnet.

In Wilhelmshaven soll eine Drehscheibe entstehen, wo das Gas angeliefert und weitertransportiert wird. Ziel sei es, Kohlenstoffdioxid (CO2), das in der Industrie nicht vermieden werden könne, in geologischen Formationen unter der Nordsee zu lagern.

5,6 Terawattstunden Wasserstoff

Zunächst soll eine Machbarkeitsstudie bis 2023 Aufschluss darüber geben, ob der sogenannte CO2nnect-Now-Hub in Wilhelmshaven möglich ist. Dort würde das CO2 aus der deutschen Industrie ankommen und anschließend per Schiff oder in späterer Zukunft über eine Pipeline in die geologischen Formationen transportiert, wo es "dauerhaft und sicher" gelagert werde.

Bereits vor zwei Monaten hat Wintershall Dea eine Absichtserklärung mit der Nord-West Ölleitung (NWO) für den Bau einer Wasserstoff-Produktionsanlage auf dem NWO-Gelände in Wilhelmshaven unterzeichnet. Das Projekt soll künftig aus norwegischem Erdgas 200.000 Kubikmeter umweltschonenden Wasserstoff herstellen. Das entspräche den Angaben nach 5,6 Terawattstunden jährlich oder dem dreifachen Energieverbrauch des Wolfsburger Volkswagenwerks im Jahr 2019. (dpa/jk)

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