Luftbild einer Kläranlage. Künftig soll eine weitere Reinigungsstufe helfen, gefährliche Schadstoffe aus dem Abwasser zu filtern.

Luftbild einer Kläranlage. Künftig soll eine weitere Reinigungsstufe helfen, gefährliche Schadstoffe aus dem Abwasser zu filtern.

Bild: ©Bohdan Melnyk/AdobeStock

Im Klärwerk Rendsburg in Schleswig-Holstein fördert das Land ein Pilotprojekt, um das Abwasser künftig noch besser zu reinigen. Das als vierte Reinigungsstufe bezeichnete Verfahren wird mit knapp 2,4 Millionen Euro unterstützt.

Die Vorgaben für die Auslegung der Anlage orientieren sich bereits an den Entwürfen der neuen Kommunalabwasserrichtlinie, die derzeit auf EU-Ebene überarbeitet wird. Das Thema der vierten Reinigungsstufe stellt dabei eine wesentliche Änderung dar und wird damit erstmals im Wasserrecht aufgegriffen.

Schädlichen Spurenstoffe reduzieren

Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne): „Spurenstoffe belasten die Umwelt und gefährden natürliche Ressourcen. Mit der vierten Reinigungsstufe können diese reduziert werden – das verbessert die Lebensqualität der Menschen und die Qualität unserer Gewässer.“

Derzeit werden Abwässer mechanisch, biologisch und chemisch gereinigt. Schädliche Spurenstoffe, zum Beispiel aus Medikamenten, Kosmetika und Haushaltschemikalien, sind danach dennoch weiterhin enthalten.

Ozon zum filtern

Das Projekt sieht vor, eine Ozonanlage zu installieren, die die Spurenstoffe im Abwasser bindet und besser abbaubar macht. In der anschließenden Filtration werden sie dann reduziert. Ozon besteht aus drei Sauerstoffatomen und ist ein starkes Oxidationsmittel.

Nach Angaben des Umweltministeriums soll die 8,4 Millionen Euro teure vierte Reinigungsstufe im Frühjahr 2025 in Betrieb gehen. (hb/dpa)

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