Bei der symbolischen Grundsteinlegung (v.li.n.re.): Angela Küster (Abteilungsdirektorin für Umwelt und Arbeitsschutz bei der Bezirksregierung Düsseldorf), Rainer Röder (stellvertretender Verbandsratsvorsitzender Niersverband), Oliver Krischer (NRW-Umweltminister), Sabine Brinkmann (Vorständin Niersverband) und Christian Küsters (Bürgermeister von Nettetal)

Bei der symbolischen Grundsteinlegung (v.li.n.re.): Angela Küster (Abteilungsdirektorin für Umwelt und Arbeitsschutz bei der Bezirksregierung Düsseldorf), Rainer Röder (stellvertretender Verbandsratsvorsitzender Niersverband), Oliver Krischer (NRW-Umweltminister), Sabine Brinkmann (Vorständin Niersverband) und Christian Küsters (Bürgermeister von Nettetal)

Bild: © Rupert Oberhäuser/Niersverband

Der Niersverband will die in die Jahre gekommene Kläranlage Nette mit modernster Technik ausrüsten. Dazu gehört auch der Bau einer vierten Reinigungsstufe. Damit wird die Kläranlage künftig nicht nur klassische Abwasserreinigungsaufgaben übernehmen, sondern auch einen Großteil der Mikroverunreinigungen, Mikroplastik und multiresistenten Keime aus dem Abwasser entfernen, wie der Verband mitteilt.

Die angedachte Verfahrenskombination eines Membran- und Aktivkohlefilters wurde im Vorfeld über mehrere Jahre vom Verband in einer eigenen kleinen Versuchsanlage vor Ort in Nette getestet. Das Ziel der umfangreichen Modernisierung ist es, zukünftige gesetzliche Anforderungen an die Abwasserreinigung zu erfüllen und gleichzeitig die Umwelt nachhaltig zu schützen.

Forschungsprojekt untersucht Auswirkungen auf Gewässer

Den symbolischen Grundstein für die Anlage legte NRW-Umweltminister Oliver Krischer gemeinsam mit dem stellvertretenden Verbandsratsvorsitzenden Rainer Röder, der Niersverbands-Vorständin Sabine Brinkmann und dem Bürgermeister von Nettetal, Christian Küsters.

Begleitend zum Ausbau wird ein Forschungsprojekt durchgeführt, das die Wirksamkeit der neuen Klärtechnik und die Auswirkungen auf das Gewässer untersucht. Sowohl der Ausbau der weitergehenden Behandlungsstufen als auch das begleitende Forschungsprojekt wird vom Land Nordrhein-Westfalen mit rund 15 Mio. Euro gefördert.

Alle Bauphasen im laufenden Betrieb

Der Ausbau der Kläranlage erfolgt in mehreren Phasen und wird sich über mehrere Jahre erstrecken. Dabei finden die Arbeiten durchgängig während des laufenden Betriebs der Anlage statt, sodass die Abwasserreinigung ohne Unterbrechung gewährleistet bleibt.

Die vorbereitenden Maßnahmen, wie zum Beispiel die Einrichtung der Baustelle, die Freimachung von Bauflächen und die Errichtung von Provisorien, begannen bereits im Sommer 2023. In der ersten Bauphase konzentrieren sich die Arbeiten nun auf den Bau der neuen Behandlungsstufen. (hp)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper