Trübe Brühe: Klärschlamm ist ein Abfallprodukt der Abwasserreinigung.

Trübe Brühe: Klärschlamm ist ein Abfallprodukt der Abwasserreinigung.

Bild: © Mondzart-Hohenlohe/pixelio.de

In Westfalen und Südniedersachsen soll bis 2022 eine Anlage zur thermischen Verwertung von Klärschlamm errichtet werden. Der Clou: Das in den kommenden Jahren vorgeschriebene Phosphor-Recycling soll vor Ort gleich miterledigt werden. Nur der richtige Geschäftspartner fehlt noch.

Die Ausschreibung für ein Partnerunternehmen, das sich der Planung, dem Bau und Betrieb der Allround-Anlage für 50 bis 60 Mio.  Euro annimmt ist bereits gestartet. Die WWE ist optimistisch, dass die Anlage bereits 2022 ihren Betrieb aufnehmen kann. Noch in diesem Jahr könnten die Unternehmensgremien erste wichtige Beschlüsse fassen, sodass 2020 die Investitionsentscheidung gefällt wird.

Kommunen zu 50 Prozent an Wertschöpfung beteiligt

Wo die Anlage entstehen soll ist noch nicht klar. Der Energieversorger ist auch offen für einen Standort außer halb des Raums Westfalen/Weser. Fest steht allerdings: Mit der thermische Verwertungsanlage werden die Kommunen ihre Klärschlämme nicht nur einfach und ordnungsgemäß los, sondern sparen auch jede Menge Bares.

Die Kosten für die Aschedeponierung inklusive Transport entfallen genauso wie die Ausschreibung der Klärschlammmengen. Diese können stattdessen direkt an die WWE übertragen werden. Außerdem bringt die nass-chemische Behandlung der Schlamm-Asche neben Phosphor auch Gips und Metallsalze hervor, die vermarktet werden können. Mittelfristig sollen die Kommunen bis zu 50 Prozent an der Wertschöpfung der Anlage beteiligt werden. (ls)

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