Hessen will angesichts der Klimakrise vorausschauend beim Schutz der Grundwasserreserven handeln.

Hessen will angesichts der Klimakrise vorausschauend beim Schutz der Grundwasserreserven handeln.

Bild: © brudertack69/AdobeStock

Der Ausbau der Grundwasser-Messstellen in Bayern schreitet voran. Aktuell besteht das Messnetz in Bayern aus rund 830 Messstellen, rund 200 weitere Standorte werden auf ihre Eignung geprüft.

„Wir haben beschlossen, das Grundwasser-Messnetz bis Ende 2024 auf 1500 Messstellen zu erweitern“, sagte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber. „Der Ausbau läuft unter Hochdruck. Das Ziel wird erreicht."

Prüfung nicht genutzter Messstellen

Der Ausbau der Messstellen sei ein kontinuierlicher Prozess, so das bayerische Umweltministerium in einer Mitteilung. In erster Linie wird eine Vielzahl bestehender Messstellen, die aktuell hierfür noch nicht genutzt werden, auf ihre Eignung zur Aufnahme in das Messnetz überprüft.

Ergänzend hierzu werden neue Messstellen errichtet und nach erfolgreicher Eignungsprüfung in das Messnetz aufgenommen. Mit fortgesetzter Validierung der Standorte werde sich der Messstellenbestand zukünftig wesentlich erhöhen, so das Ministerium. Insgesamt rund zehn Millionen Euro stehen in diesem Jahr für den Ausbau des Messnetzes bereit.

Bund soll Nitrat-Regeln ändern

Für die Ausweisung der Roten Gebiete zum 1. Januar 2021 wurden 588 Messstellen verwendet, für die Ausweisung zum 30. November 2022 bereits 685 Messstellen.

Um das Grundwasser vor zu viel Nitrateintrag zu schützen, sollten auf die Verursacher individuell zugriffen werden statt pauschal auf alle Landwirte, deren Feldstücke sich infolge der im Grundwasser gemessenen Nitratkonzentrationen in einem roten Gebiet befinden. Der Schlüssel dazu sei die Nährstoffbilanz für den einzelnen landwirtschaftlichen Betrieb, wiederholte Glauber eine bereits mehrfach geäußerte Forderung. Dabei sei der Bund gefordert, die hierfür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. (hp)

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