Im Wasserwerk Sipplinger Berg werden 9000 Quadratmeter Dachfläche mit Photovoltaik ausgestattet.

Im Wasserwerk Sipplinger Berg werden 9000 Quadratmeter Dachfläche mit Photovoltaik ausgestattet.

Bild: © Bodensee-Wasserversorgung

Für das kommende Jahr plant die Bodensee-Wasserversorgung mit einer durchschnittlichen Umlage von 81,5 Cent für den Kubikmeter Trinkwasser aus dem Bodensee. Die Umlage steigt damit gegenüber dem Vorjahr um 15,3 Cent oder 23,2 Prozent. Die 183 Mitgliedsgemeinden und -verbände haben am Dienstag diesem Vorschlag der Geschäftsführung zugestimmt.

Grund für diese höchste Steigerung in der Geschichte des 1954 gegründeten Unternehmens sind nach Auskunft einer Verbandssprecherin laut einem dpa-Bericht wachsende Stromkosten für das Aufbereiten des Wassers. Auch Personalkostensteigerungen seien in dem Aufschlag berücksichtigt, sagte die Sprecherin.

Keine Nacherhebung für 2022

Nachdem die Strombeschaffung für das laufende Jahr 2022 bereits im Vorjahr abgeschlossen werden konnte, haben die aktuell sehr hohen Strommarktpreise aber keine Auswirkungen auf das laufende Ergebnis. Eine Umlagenacherhebung für 2022 sei daher aus heutiger Sicht nicht erforderlich, wie der Zweckverband mitteilt.

Ob und in welchem Umfang die höheren Preise an den Verbraucher durchgereicht würden, hänge von vielen Faktoren ab und werde vor Ort entschieden, wie die Sprecherin erklärte. Während einige Gemeinden zu 100 Prozent vom Bodensee-Wasser abhängen, nutzen andere auch eigene Brunnen, Grundwasser und Flüsse.

Investitionsplan für 2023

Die Bodensee-Wasserversorgung hat im Jahr 2021 insgesamt 130,6 Millionen Kubikmeter Wasser (2020: 138,2 Mio.; 2019: 134,3 Mio.) an ihre 183 Verbandsmitglieder in Baden-Württemberg abgegeben. Die Abgabe bewegt sich damit – auch aufgrund eines regenreichen Sommers 2021 – im Mittel der 68-jährigen Verbandsgeschichte.

Der Zweckverband stellte auch den Investitionsplan für 2023 vor. Er basiert auf dem langjährigen Erneuerungsprogramm mit folgenden Schwerpunkten: Fortführung des Behältersanierungsprogramms, Hochbau, Nachrichten- und Fernwirktechnik und Erneuerung des Leitungssystems. Außerdem sind auch Ausgaben für das Großprojekt „Zukunftsquelle. Wasser für Generationen“ enthalten. Dieses wurde 2022 laut Bodensee-Wasser weiter vorangetrieben. So konnte beispielsweise das Bohrerkundungsprogramm, das im Frühsommer land- und seeseitig gestartet worden ist, erfolgreich abgeschlossen werden. Anhand der Ergebnisse können die Fachplaner nun in die Detailplanung gehen. (hp mit Material von dpa)

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