Die rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin Katrin Eder übergibt die Förderbescheide.

Die rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin Katrin Eder übergibt die Förderbescheide.

Bild: © MKUEM

Sechs Wasserversorger im nördlichen Rheinland-Pfalz haben sich im Kampf gegen Wasserknappheit zu einer Initiative zusammengeschlossen. Dazu gehören der RheinHunsrück Wasser Zweckverband, die Verbandsgemeindewerke Weißenthurm, die Stadtwerke Andernach, das Wasserwerk Koblenz/Weißenthurm, der Wasserversorgungszweckverband Maifeld-Eifel und die Vereinigten Wasserwerke Mittelrhein.

In einer Absichtserklärung bekräftigten die Versorger, dass sie ein Cluster bilden und sich gegenseitig bei Engpässen unterstützen wollen. Eine Analyse habe ergeben, dass 50 „Scharniere“ möglich sind, um zu gewährleisten, dass auch über das eigene Versorgungsgebiet hinaus Wasser (aus dem Neuwieder Becken bis zur Ahr oder ins Maifeld) fließen kann, teilte das rheinland-pfälzische Klimaschutzministerium mit, das das Cluster als Anschubfinanzierung mit 50.000 Euro fördert.

Digitale Plattformen für Verbundlösungen

Mit dem zu schaffenden Verbundsystem der sechs Versorger wäre es zukünftig möglich, für etwa 450.000 Einwohner defizitäre Trinkwasserbilanzen auszugleichen. In den letzten Monaten haben die Unternehmen ein Konzept entwickelt, das einfache technische und organisatorische Potenziale zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der bestehenden Trinkwasserversorgung in der Region aufzeigt.

Bei der Konzeptarbeit wurden moderne Werkzeuge wie digitale Plattformen und hydraulische Rechenmodelle genutzt, um Verbundlösungen zu entwerfen. Dabei mussten mögliche Übergabestellen zwischen den oft naheliegenden Trinkwassersystemen der jeweiligen Wassernachbarn gefunden und geografische Bedingungen geklärt werden.

Weitere Fördermittel

„Stellen Sie sich vor, das Wasser in der Eifel wird aufgrund einer Versorgungsstörung knapp, entlang des Rheins gibt es aber noch genug Ressourcen. Es wäre also machbar, Wasser zu übergeben, nur müssen dafür diese Übergabestellen erst noch geschaffen werden“, erklärte Werkleiter Steffen Liehr vom RheinHunsrück Wasser Zweckverband, wo eine Pressekonferenz anlässlich der Gründung der Initiative statfand.

Klimaschutzministerin Katrin Eder überreichte dabei zudem dem Wasserversorgungszweckverband Maifeld-Eifel einen Förderbescheid in Höhe von 678.800 Euro, um eine Pumpstation beim Hochwasserbehälter Hochkreuz mitzufinanzieren, die der Ersatzwasserversorgung mit der Verbandsgemeinde Mendig dient. Diese kostet ca. 950.000 Euro, das Klimaschutzministerium übernimmt dazu insgesamt mit Mitteln aus verschiedenen Förderprogrammen 85 Prozent der Kosten. (hp)

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