Der Salat im Projekt HypoWave+ wird ohne Erde über eine Nährlösung unter Verwendung von aufbereitetem Wasser versorgt.

Der Salat im Projekt HypoWave+ wird ohne Erde über eine Nährlösung unter Verwendung von aufbereitetem Wasser versorgt.

Bild: © Thomas Dockhorn/TU Braunschweig

Die landwirtschaftliche Gemüseproduktion ist wasserintensiv. Doch Wasserknappheit ist ein weit verbreitetes Problem, das durch den voranschreitenden Klimawandel noch verstärkt wird. Um möglichst ertragreiche Ernten zu sichern, werden neue, wassersparende Anbauverfahren gesucht. In dem Forschungsprojekt HypoWave+ wurde nun ein Ansatz entwickelt, der einen wasserschonenden und ganzjährigen Gemüseanbau im Gewächshaus ermöglicht und damit eine Alternative zur herkömmlichen Gemüseproduktion bietet.

Dabei wird das sogenannte hydroponische Verfahren eingesetzt, bei dem Pflanzen in Gefäßen ohne Erde über eine Nährlösung unter Verwendung von recyceltem Wasser versorgt werden. Die Methode kann bereits in großem Maßstab angewendet werden. Im Modellmaßstab wird das Projekt auf der IFAT in München (in Halle B am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)) zu sehen sein.

Verbundprojekt mit vielen Partnern

Das Forschungsteam um Projektleiter Thomas Dockhorn von der TU Braunschweig und Projektkoordinatorin Martina Winker vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung stellen das Verfahren auf der Messe vor. Die Innovation stellt zum einen eine Alternative zur Bewässerung mit Trink- und Grundwasser dar. Die Anbauform bietet zudem eine optimierte Nährstoffversorgung, da den Pflanzen lebenswichtige Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor aus dem aufbereiteten Wasser zugeführt werden.

Das Verbundprojekt unter der Leitung der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig (Institut für Siedlungswasserwirtschaft (ISWW)) wird vom BMBF mit 2,8 Mio. Euro gefördert. Außerdem sind weitere Partner aus der Forschung, der Abwasserverband Braunschweig (AVB) und der Wasserverband Gifhorn (WVGF) sowie einige Firmen wie IseBauern, Aquatune, Ankermann, Huber SE und Integrar – Institut für Technologien im Gartenbau dabei. (hp)

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