Michael Lewis, Vorstandsvorsitzender des Energieunternehmens Uniper, spricht auf der Bilanzpressekonferenz. (Archiv)

Michael Lewis, Vorstandsvorsitzender des Energieunternehmens Uniper, spricht auf der Bilanzpressekonferenz. (Archiv)

Bild: © Oliver Berg/dpa

Der Energiekonzern Uniper will das Pumpspeicherkraftwerk Happurg östlich von Nürnberg bis 2028 wieder in Betrieb nehmen. Das Unternehmen investiere dazu rund 250 Millionen Euro, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit.

Das Kraftwerk soll Uniper laut CEO Michael Lewis helfen, bis 2030 das selbstgesetzte Ziel von 80 Prozent klimaneutraler Erzeugungskapazitäten zu erreichen. Ein weiterer Punkt sei die Verlässlichkeit der Stromproduktion.

Süden braucht mehr planbare Kraftwerksleistung

«Insbesondere in Süddeutschland mit seiner starken industriellen Nachfrage fehlt es an planbarer Kraftwerksleistung. Mit dem Pumpspeicherkraftwerk Happurg wollen wir wieder mehr Speicherkapazität zur Verfügung stellen», teilte Lewis mit.

Das Pumpspeicherkraftwerk hat laut Uniper eine Leistung von 160 Megawatt (MW), eine Fallhöhe von 209 Metern und kann Energie für rund 850 Megawattstunden (MWh) Strom in Form von hochgepumptem Wasser speichern. Es ist demnach das größte Pumpspeicherkraftwerk in Bayern.

Schäden führten zum Aus

2011 war das Kraftwerk wegen Schäden im Oberbecken abgeschaltet worden. Es folgten Untersuchungen und ein Plan, wie das Kraftwerk wieder wirtschaftlich betrieben werden kann. Nun soll bis zum geplanten Betriebsbeginn 2028 den Angaben zufolge auch die Anlagentechnik im Krafthaus wieder instand gesetzt werden.

Das Kraftwerk war 2011 wegen punktueller Schäden in der Sohle des Oberbeckens aus Sicherheitsgründen vorsorglich abgeschaltet worden. Seitdem wurden intensive Erkundungen des Untergrunds und geotechnische Bewertungen erstellt sowie verschiedene Ansätze zur Sanierung geprüft.

Machbarkeitsstudie für Wiederinbetriebnahme

Auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse wurde zuletzt im Rahmen einer Machbarkeitsstudie ein technisches Konzept zur Ertüchtigung des Oberbeckens entwickelt und verfeinert, das eine wirtschaftliche Wiederinbetriebnahme ermöglicht.

Die zuständige Genehmigungsbehörde, das Landratsamt Nürnberger Land, hat dieses Konzept mit einem Planfeststellungsverfahren positiv geprüft. Im Rahmen des Gesamtprojekts soll auch die Anlagentechnik im Krafthaus in Stand gesetzt werden. (hp mit Material von dpa)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper