Die Landesregierung von Baden-Württemberg unterstützt den Neubau eines gemeinsamen Wasserwerks für die Gemeinden Bad Dürrheim und Brigachtal im Schwarzwald-Baar-Kreis mit 1,176 Mio. Euro. Die Gesamtkosten des interkommunalen Projekts liegen bei etwa 5 Mio. Euro. Das Vorhaben sieht nicht nur ein gemeinsames Wasserwerk, sondern auch eine Verbundleitung zwischen den beiden Gemeinden vor.
„Die angestrebte interkommunale Zusammenarbeit entspricht dem Leitbild ‚Zukunftsfähige Trinkwasserversorgung des Landes‘“, sagte der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen) am Freitag in Stuttgart. „Wir sichern so nicht nur die Qualität des Trinkwassers, sondern tragen auch zur Versorgungssicherheit in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels bei.“ Denn Kooperationen über Gemeindegrenzen hinweg ermöglichten die zukunftssichere Nutzung ortsnaher Wasservorkommen. „Die Bürger aus Bad Dürrheim und Brigachtal können sich also über eine dauerhafte strukturelle Verbesserung ihrer Trinkwasserversorgung freuen“, hob Untersteller hervor.
Synergieeffekte durch niedrigere Kosten
Zum neuen Wasserwerk „Schabelwiesen“ gehören künftig zwei Reinwasserbehälter mit je 250 Kubikmeter und zwei Zwischenbehälter mit je 200 Kubikmeter. „Der Bau dieser hochmodernen Anlage verbessert die Wirtschaftlichkeit, steigert die Effizienz und Leistungsfähigkeit und erzielt zusätzlich Synergieeffekte, weil geringere Betriebs-, Wartungs-, Unterhaltungs- und Finanzierungskosten anfallen“, sagte Untersteller.
Die neue Verbundleitung zwischen Bad Dürrheim und Brigachtal geht auf eine Handlungsempfehlung der Studie „Entwicklung eines modellhaften Strukturkonzeptes zur Anpassung der Wasserversorgung an den Klimawandel und dessen Umsetzung in den Landkreisen Schwarzwald-Baar-Kreis und Tuttlingen“ des Technologiezentrums Wasser in Karlsruhe zurück. Finanziert wurde sie über das Forschungsprogramm „Klimawandel und modellhafte Anpassung in Baden-Württemberg“ (KlimoPass) des Umweltministeriums.
Handlungsempfehlungen für Kommunen
„Dieses Projekt hat für uns Modellcharakter“, sagte der baden-württembergische Umweltminister. „Wir wollen in den nächsten fünf Jahren eine landesweite Erhebung der Wasserversorgung ähnlich wie im Schwarzwald-Baar-Kreis in Angriff nehmen, den sogenannten Masterplan Wasserversorgung.“ Daraus resultieren auf Kommunen fokussierte Handlungsempfehlungen, um die Wasserversorgung langfristig zu verbessern und sie so zukunftssicher aufzustellen. (hp)



