Die Drewag baut derzeit 15 neue Brunnen unterhalb des alten Dresdner Wasserwerks Saloppe. Damit soll zukünftig laut einer Mitteilung Betriebswasser für den Industriestandort Nord gewonnen werden. Statt mit aufwendig aufbereitetem Trinkwasser kann die SachsenEnergie-Unternehmensgruppe, zu der die Drewag - Stadtwerke Dresden gehört, Industriekunden nun direkt mit Rohwasser beliefern.
Dadurch wird in Zukunft 750 Kubikmenter Trinkwasser pro Stunde weniger benötigt. „Eine zusätzliche Betriebswasserversorgung für den Dresdner Nordraum entlastet erstens die in Dürrezeiten angespannte Trinkwasserversorgung und ist zweitens ein wichtiger Baustein, um industrielle Neuansiedlungen und -erweiterungen im Raum Dresden zu ermöglichen“, betont SachsenEnergie-Chef Frank Brinkmann.
Geschäftsfeld Wasser neu geordnet
Das neue Betriebswassersystem Saloppe soll bis Ende 2021 fertiggestellt sein. Derzeit finden die Brunnenbohrarbeiten statt. Jeder Brunnen hat eine Kapazität von je 50 bis 60 Kubikmenter Wasser je Stunde. Mittels Unterwassermotorpumpen wird Mischwasser aus naturnah aufbereitetem Uferfiltrat der Elbe sowie einem geringen Grundwasseranteil aus den Brunnen gewonnen und direkt an die Industriekunden geliefert.
Außerdem hat die SachsenEnergie-Unternehmensgruppe seit Jahresanfang 2021 ihre Geschäftsfelder neu geordnet. Für den Bereich Wasser ist die Drewag - Stadtwerke Dresden neben der Wasserlieferung nun auch für den Netzbetrieb zuständig. In diesem Zusammenhang firmierte die bisherige Drewag Netz zum Jahresanfang zur SachsenNetze um. (hp)



