Die Sösetalsperre im Harz ist zu Anfang September 2018 nur noch zu 36 Prozent gefüllt. Die Harzwasserwerke reduzieren deshalb den Abfluss aus dieser Talsperre und belasten andere Reservoirs mehr.

Die Sösetalsperre im Harz ist zu Anfang September 2018 nur noch zu 36 Prozent gefüllt. Die Harzwasserwerke reduzieren deshalb den Abfluss aus dieser Talsperre und belasten andere Reservoirs mehr.

Bild: © Harzwasserwerke

Zur Sicherung der Versorgung mit Trinkwasser haben die Harzwasserwerke die Abgabe aus den Talsperren weiter reduziert. In die Unterläufe der Flüsse im Harz werde jetzt in Abstimmung mit dem Umweltministerium weniger Wasser abgelassen als bisher, teilte eine Sprecherin am Donnerstag mit. Zudem werde die Trinkwasserabgabe aus der Eckertalsperre reduziert.

Vor zwei Monaten hatte das Unternehmen bereits eine entsprechende Maßnahme für die Sösetalsperre ergriffen. Die Harzwasserwerke, die in Niedersachsen und Bremen rund zwei Millionen Kunden mit Trinkwasser beliefern, reagierten damit auf die weiter fallenden Wasserstände in den Westharzer Stauseen.

Stauseen im Schnitt zu 32 Prozent gefüllt

Die sechs großen Talsperren waren am Mittwoch im Schnitt nur noch zu 32 Prozent gefüllt. Vor zwei Monaten waren es noch 45 Prozent gewesen. Den niedrigsten Wasserstand hat die Odertalsperre, die nur noch zu 20 Prozent gefüllt ist. Wegen der Trockenheit haben die Talsperren aus dem Oberharz kaum noch Zulauf. Auch für die kommenden Wochen rechnen die Harzwasserwerke nicht mit nennenswerten Niederschlägen. Im Oberharz ist in diesem Jahr bisher nur etwa die Hälfte der durchschnittlichen Regenmenge gefallen.

"Die Situation ist angespannt", sagte der Technische Geschäftsführer des Unternehmens, Christoph Donner. Die Versorgungssicherheit sei zwar noch nicht in Gefahr. Dennoch werde geprüft, welche Trinkwasserreserven in den Teichen des Unesco-Welterbes "Oberharzer Wasserwirtschaft" vorhanden sind. (dpa/al)

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