Matthias Maier (links) Leiter der Karlsruher Trinkwasserversorgung und Kollege Wolfgang
Deinlein lassen sich das klimaneutrale Wasser an der Turmbergterrasse schmecken.

Matthias Maier (links) Leiter der Karlsruher Trinkwasserversorgung und Kollege Wolfgang Deinlein lassen sich das klimaneutrale Wasser an der Turmbergterrasse schmecken.

© Stadtwerke Karlsruhe

Von der Grundwasserförderung bis zum Hausanschluss: Die badischen Stadtwerke verursachen bei der Wasserversorgung keine CO2-Emissionen. Zum Vergleich: Ein Liter Trinkwasser produziert in Deutschland rund 0,82 Gramm Treibhausgase; für einen Liter Mineralwasser fallen sogar zirka 201 Gramm an. Die Karlsruher haben ein einfaches Rezept für ihre klimafreundliche Versorgung:

Durch ein zertifiziertes Energiemanagementsystem konnte der Strombedarf für die Trinkwasserversorgung seit 2013 kontinuierlich gesenkt werden. Die Energie, die dennoch nötig ist, wird ausschließlich über Ökostrom des ankerkannten Ok-Power-Siegels gedeckt. Somit vermeidet der Versorger jährlich über 4000 Tonnen CO2.

"Nur" fast emissonsfrei

Nur die verbleibenden fünf Prozent des Gesamtenergiebedarfs lassen sich noch nicht einsparen. Emissionen, die auf die Rechnung von Dienstfahrzeugen, Heizungswärme und Notstromaggregaten gehen, werden über Zertifikate des Karlsruher Komaschutzfonds kompensiert. Aufforstungsprojekte in den Regenwäldern Ecuardors sollen die hierzulande produzierten Emissionen ausgleichen.

Damit das Trinkwasser nicht nur klimafreundlich, sondern auch in einem einwandfreien Zustand an die Bürger ausgeliefert wird, investieren die Stadtwerke Jahr für Jahr Millionen Euro in die Daseinsvorsorge. Allein im Jahr 2017 waren es zehn Mio. Euro. Ein Großprojekt steht den Baden allerdings erst noch bevor. Bis 2021 wird das Wasserwerk Mörscher Wald komplett neu errichtet. Über 30 Mio. Euro wird der neuste, technische Stand kosten. (ls)

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