Welche Trinkwasser-Alternativen gibt es für die Beregnung in der Landwirtschaft?

Welche Trinkwasser-Alternativen gibt es für die Beregnung in der Landwirtschaft?

Bild: © Heiner Witthake/AdobeStock

Die andauernde Trockenheit der vergangenen drei Jahre hat die Landwirtschaft zum Teil hart getroffen. Damit die Bauern dennoch in der Lage sind, ihre Felder bewässern können, ohne auf das knapper werdende Grundwasser zurückzugreifen, nimmt die rot-schwarze Regierungskoalition in Niedersachsen die Nutzung von gereinigtem Abwasser in den Blick. Der Landtag beschäftigt sich am Donnerstag mit einem Antrag von SPD und CDU, die Verwendung gereinigten Abwassers auf den Feldern in Pilotprojekten zu prüfen.

Auch wenn es in den vergangenen Wochen und Monaten häufig geregnet hat, sind die Grundwasserstände in Niedersachsen noch längst nicht wieder auf dem Stand vor dem heißen Trockenjahr 2018. Denn gerade in den für die Grundwasserbildung wichtigen Wintermonaten gab es zu wenig Niederschlag. Daher sei es wichtig, den Verbrauch von Wasser zu verringern, heißt es in dem Antrag der beiden Fraktionen.

Bessere Entfernung von Spurenstoffen

Gereinigtes Abwasser werde derzeit vor allem in Bäche und Flüsse geleitet. «In Gebieten mit angespannter Grundwassersituation kann die Verwendung von gereinigten Abwasser ein geeignetes Instrument zur Bewältigung von Wasserknappheit sein», argumentieren die Parteien. Allerdings müsse das Wasser noch gründlicher gereinigt werden.

Rückstände von Arzneimitteln, Biozide, Pestizide, Chemikalien und anderen Stoffen aus häuslichem und industriellem Abwasser werden bislang nicht vollkommen in den kommunalen Kläranlagen aus dem Wasser herausgefiltert. Daher solle geprüft werden, ob der Einsatz einer weiteren Reinigungsstufe ausreiche, um das Abwasser für die landwirtschaftliche Bewässerung verwenden zu können.

Gute Erfahrungen mit „Klarwasser“

Laut Landvolk Niedersachsen gibt es im östlichen Niedersachsen bei Braunschweig und Gifhorn zwei Zweckverbände, die seit langem mit behördlicher Genehmigung sogenanntes Klarwasser aus der Kläranlage zur Feldberegnung nutzen. Auflagen sorgen dafür, dass kein belastetes Abwasser auf die Felder gelangt. Die Erfahrungen seien aus Sicht der Landwirte gut, denn das System spare Grundwasser. (dpa/hp)

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