Die Mainzer Netze wollen die Produktionskapazitäten in ihren drei Wasserwerken ausbauen und flexibilisieren. Im Bild: Arbeiten an einer Brunnenpumpe im Wasserwerk Hof Schönau

Die Mainzer Netze wollen die Produktionskapazitäten in ihren drei Wasserwerken ausbauen und flexibilisieren. Im Bild: Arbeiten an einer Brunnenpumpe im Wasserwerk Hof Schönau

Bild: © Mainzer Netze

Zum 1. Juni passt die Mainzer Netze seine Preise an die gestiegenen Bezugskosten für Strom, Material und Fremd- oder Arbeitsleistungen an. So steigt der Mengenpreis pro Kubikmeter Trinkwasser um 25 Cent (brutto) auf 2,13 Euro je Kubikmeter (brutto). Die Grundpreise bleiben stabil.

Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 90 Kubikmetern zahlt ein Haushalt künftig etwa 1,88 Euro mehr im Monat fürs Trinkwasser. Bei einem Vier-Personenhaushalt mit einem Verbrauch von 150 Kubikmetern im Jahr sind es rund 3,13 Euro im Monat zusätzlich.

Extremsommer und Bevölkerungswachstum
 
Auch nach der Preisanpassung liegen die Wasserpreise der Mainzer Netze im regionalen Vergleich vergleichbarer Wasserversorger in Rheinland-Pfalz und Hessen „weiterhin im Mittelfeld“, teilt das Unternehmen mit.
 
Doch nicht nur die stark gestiegenen Energie-, Beschaffungs-, Fremd- und Arbeitskosten machen dem Versorger zu schaffen: Seit 2018 verzeichnet die Unternehmensgruppe Mainzer Stadtwerke für den Wasserbereich auch einen deutlich gestiegenen Investitionsbedarf. Hauptgründe hierfür sind die durch den Klimawandel hervorgerufenen Extremsommer mit ihren Hitze- und Trockenperioden sowie der kontinuierliche Bevölkerungszuwachs in Mainz und dem Umland.

Stadt Mainz bezuschusst Investitionen

In den vergangenen zehn Jahren beliefen sich die Investitionen für die Wassersparte auf rund 75 Millionen Euro. In den kommenden fünf Jahren sind weitere rund 90 Millionen Euro für den Ausbau und die Modernisierung der Anlagen notwendig, um die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können.
 
Die Stadt Mainz unterstützt diese Investitionsvorhaben im Rahmen des kürzlich vom Stadtrat auf den Weg gebrachten „Frühlingspakets“ durch Zuschüsse in zweistelliger Millionenhöhe. Diese finanzielle Entlastung für die Jahre 2023 und 2024 kann jedoch „bei Weitem nicht die mittel- und langfristig notwendigen zusätzlichen Ausgaben für eine sichere Wasserversorgung decken“, so die Mainzer Netze. (hp)

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