Wasser

Neues Wasserwerk mit Enthärteranlage für Region Immendingen-Geisingen

Die Region zwischen Donauquelle und Bodensee erhält ein zentrales Wasserwerk mit einer Anlage zur Enthärtung des Trinkwassers. Schließlich liefern die Quellen sehr hartes Wasser. Der Zweckverband will gut 5 Mio. Euro investieren.
04.01.2019

Im Rathaus von Geisingen ist der Plan für den Bau eines neuen Wasserwerkes mitentwickelt worden.

In wenigen Wochen beginnt im Geisinger Stadtteil Aulfingen der Bau für ein zentrales Wasserwerk. Für rund fünf Mio. Euro baut der Zweckverband "Wasserversorgung Unteres Aitrachtal" eine Anlage, in der künftig das Trinkwasser durch Ultrafiltration aufbereitet und mit einer Entkalkungsanlage von bisher 16,7 auf 8,3 Grad deutscher Härte entkalkt wird. Dies wird die größte Investition in der über 50-jährigen Verbandsgeschichte, heißt es. Für das laufende Jahr wurden 1,53 Mio. Euro im Haushalt ausgewiesen.

Ein Gemeinschaftsprojekt der Region

Auch die östlich von Geisingen liegende Stadt Immendingen wird sich an dem neuen Wasserwerk beteiligen – die Stadt bezieht einen Teil ihres Wassers vom Wasserzweckverband. Auch die Immendinger haben ein Interesse daran, dass das Wasser aus dem Aitrachtal weicher wird; das von den Immendingern selbst geförderte Wasser ist mit zuletzt gemessenen zwölf Härtegraden ein gutes Stück weicher und damit ressourcenschonender als das aus Geisingen.

Auch die Gemeinden Tuttlingen mit Möhringen, Engen mit Biesendorf sowie Emmingen-Liptingen mit Emmingen werden ihren Teil zur Errichtung des neuen Geisinger Wasserwerks beitragen. Der Verband rechnet derweil vor, dass ein Privathaushalt im Verbandsgebiet dann bis zu 50 Euro jährlich einsparen kann, und zwar bei Wasch-, Reinigungs- und Hygienemitteln, beim Regeneriersalz der Spülmaschine und bei der Gerätewartung.

Förderantrag ist eingereicht

Die Entscheidung zugunsten Wasserwerk und Wasseraufbereitung haben die Gemeinderäte in Immendingen und Geisingen und die Verbandsversammlung bereits im vergangenen Juli getroffen. Der Geisinger Bürgermeister Walter Hengstler, der zugleich Verbandsvorsitzender ist, teilte dem Südkurier mit, der Förderantrag beim Land sei bereits Ende September eingereicht worden, ebenso der Wasserrechtsantrag ans Landratsamt.

Bei dem zentralen Wasserwerk in der Nähe des Tiefbrunnens Aulfingen handelt es sich um ein 16 mal 26 Meter großes Gebäude. Im Keller des Gebäudes sind die Speicherbehälter und die Anlagentechnik untergebracht, im ersten Stockwerk weitere Technikelemente und die Schaltwarte. Auf dem Flachdach sorgt eine Solaranlage für Eigenstrom. Das neue Wasserwerk wird mit den sechs Tiefbrunnen des Verbandes in Aulfingen und Kirchen-Hausen vernetzt, für die sich der Verband bereits die Leitungsrechte gesichert hat. (sig)