Trotz des aufwendigen Einbaus der Ultraschallzähler rechnet sich laut SüdWasser der Aufwand für Kommunen.

Trotz des aufwendigen Einbaus der Ultraschallzähler rechnet sich laut SüdWasser der Aufwand für Kommunen.

Bild: © Michael Ackermann/SüdWasser

Im oberfränkischen Rehau (Landkreis Hof) kann der Wasserverbrauch künftig über Funk ausgelesen werden. Die Bayernwerk-Tochter SüdWasser hat in Kooperation mit den Stadtwerken Rehau in fast allen Haushalten hochmoderne Ultraschall-Wasserzähler eingebaut.

„Dieses Verfahren vereinfacht die Logistik für SüdWasser ungemein und die Bürger haben einen geringeren Aufwand,“ erläutert Robert Braun, Abteilungsleiter der Trinkwasserabteilung der SüdWasser. Im Rahmen des Pilotprojekts sind insgesamt rund 3000 Zähler geplant, rund 2850 sind bereits verbaut.

Ablesung im Vorbeifahren

Durch den Ultraschall-Wasserzähler wird die Ablesung effizienter. Die sogenannte Drive-by-Auslesung wird mit einem Auto durchgeführt, das mit einer Magnetantenne versehen ist. Die Antenne wiederum ist an ein Ablesegerät mit Tablet im Auto gekoppelt.

Auf der Fahrt durch die Straßenzüge funken die Mitarbeiter die einzelnen Ultraschallzähler an und erhalten die Daten zum Wasserverbrauch direkt auf ihr Ablesegerät. Fehlmeldungen durch Zahlendreher werden damit ausgeschlossen und zudem können die Daten im Unternehmen direkt weiterverarbeitet werden.

Lange Lebensdauer der Zähler

„Die Technik ist eine gute Lösung für Kommunen, denn sie setzt keine bestehende Sendeinfrastruktur voraus“, erklärt Braun. Mit einer Lebensdauer von 16 Jahren ist die Batterie und damit der Zähler sehr langlebig. Unter Anwendung des Stichprobenverfahrens kann er länger verbaut bleiben als ein mechanischer Zähler. Dieser muss alle sechs Jahre getauscht werden.

Ultraschall-Wasserzähler messen den Verbrauch anhand von Schallwellen. Sie senden ein Signal, können damit die Fließgeschwindigkeit und darüber den Verbrauch ermitteln.

Der Hersteller des Zählers

Der von SüdWasser verwendete Zähler der dänischen Firma Kamstrup unterscheidet sich von anderen Modellen vor allem wegen der eingebauten akustischen Leckagedetektion (ALD), mit der sich Lecks im Verteilernetz aufspüren lassen.

Eingebaut wird der Zähler am Hausanschluss. Mithilfe der Ultraschall-Technologie erfasst die ALD Geräuschmuster im Wasser. Überschreitet der niedrigste gemessene Geräuschwert einen bestimmten Pegel, deutet das auf ein mögliches Leck oder einen Wasserrohrbruch hin.

Undichte Rohre schneller gefunden

Wie ein feinmaschiges Netzwerk von Geräuschloggern kontrollieren die Zähler auf diese Weise die Hausanschlüsse und Verteilungsleitungen. So kann die Suche nach dem undichten Rohr schneller und präziser räumlich eingegrenzt werden als bisher. (hp)

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