Wasser

SWP stellen Trinkwasserstrategie vor

Die Stadtwerke Pforzheim wollen den Eigenwasseranteil von derzeit 45 auf 70 Prozent in 2030 erhöhen – für mehr Unabhängigkeit.
01.04.2021

Wollen die Versorgung auch für die nachfolgenden Generationen sichern: (v.l.n.r.) Herbert Marquard, Geschäftsführer der SWP, Peter Boch, Oberbürgermeister von Pforzheim und Aufsichtsratsvorsitzender der SWP, Bernd Hagenbuch, Bereichsleiter Netze der SWP, und Ulrich Waibel, Betriebsleiter Gas, Wasser, Fernwärme der SWP.

 

Mit unserer Trinkwasserstrategie wollen wir nicht nur das Wasservorkommen für Pforzheim sichern“, sagte Herbert Marquard, Geschäftsführer der Stadtwerke Pforzheim (SWP), bei der Vorstellung der Pläne im Wasserwerk Friedrichsberg. „Auch die umliegenden Gemeinden und unsere nachfolgenden Generationen sind darauf angewiesen, Zugang zu sauberem Trinkwasser zu haben. Dies möchten wir mit der vorliegenden Strategie gewährleisten.“

Ein zentrales Anliegen der SWP ist dabei ,die Gewinnung von eigens aufbereitetem Wasser in Zukunft zu erhöhen, um von externer Wasserzufuhr unabhängiger zu werden. Deshalb soll der Eigenwasseranteil aus den regionalen Bezugsgebieten im Grösseltal, im Nagoldtal und den Enzauen von derzeit 45 auf 70 Prozent im Jahr 2030 erhöht werden. Noch kommt der überwiegende Teil des Pforzheimer Trinkwassers von der Bodensee-Wasserversorgung.

Vernetzung des Know-how

Dabei geht es um mehr als nur ein Themenfeld: „Unsere wasserwirtschaftliche Strategie betrifft nicht nur die Wirtschaftlichkeit und die energetische Optimierung auf unserer Seite“, erklärt Ulrich Waibel, Betriebsleiter des Wassernetzes der SWP. „Auch der Grundwasserschutz, der Kundenfokus, die Vernetzung von Know-how in der gesamten Region und die Unabhängigkeit der Wasserversorgung müssen mitbedacht werden.“

Bei einer Führung konnte sich Peter Boch, Oberbürgermeister der Stadt und SWP-Aufsichtsratsvorsitzender, ein Bild vom Wasserwerk Friedrichsberg machen. Denn insbesondere die Wasseraufbereitungsanlage mit Ultrafiltrations- und Umkehrosmosetechnik, die nur an vier weiteren Standorten in Deutschland existiert, ist für die künftige Wasserversorgung Pforzheims essenziell. (hp)