Der US-Elektroautohersteller Tesla hat eine wichtige Hürde für die Genehmigung seiner Fabrik in Grünheide bei Berlin genommen. Tesla habe den Vertrag zur Wassererschließung unterzeichnet, sagte eine Sprecherin des Wasserverbands Strausberg-Erkner (WSE), Sandra Ponesky, am Mittwoch in Potsdam. Es gehe um die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung für die erste Ausbaustufe der Fabrik.
Die Verbandsversammlung des WSE hatte zuvor in einer nichtöffentlichen Sitzung über die vertragliche Vereinbarung zur wasserwirtschaftlichen Erschließung des Investitionsvorhabens der Tesla Manufacturing Brandenburg SE beraten und diese dann mehrheitlich gebilligt.
Auswirkungen auf das WSE-Netz
Erschließungsvereinbarungen werden grundsätzlich und für alle Bauvorhaben auf unerschlossenen Grundstücken zwischen dem WSE und Investoren geschlossen, teilt der Versorger mit. In diesen Verträgen werden wesentliche Inhalte wie die Erschließungskosten, Dimensionierung der Anschlüsse, Leitungsverläufe und technische Voraussetzungen festgehalten.
Über den Vertrag wurde in der Verbandsversammlung mit allen Mitgliedern beraten, da der Bedarf der Gigafactory perspektivisch Auswirkungen auf das Gesamtnetz des WSE und damit für alle Verbandsgemeinden haben wird. Das Baugebiet war in den bisherigen, durch die Verbandsversammlung beschlossenen Planungen (Trinkwasserversorgungskonzept „Zielnetz 2045“ und Generalentwässerungsplan) lediglich als fakultative Fläche enthalten.
Weitere Ausbaustufen geplant
Mit der nun getroffenen Entscheidung ist die Ver- und Entsorgung der Tesla-Fabrik in der ersten Ausbaustufe mit den beantragten Mengen aus dem Genehmigungsverfahren und den derzeitig verfügbaren Ressourcen des WSE sicher gestellt. Dies sei möglich, da Tesla den Bedarf im aktuellen Genehmigungsantrag gesenkt habe und durch die Behörden zusätzliche Entnahmemengen genehmigt wurden, heißt es in der Mitteilung weiter. Der US-Autobauer hatte seinen prognostizierten Wasserverbrauch für die Fabrik in Grünheide in der Spitze mit 3,3 Mio. Kubikmetern im Jahr angegeben und nach Kritik auf rund 1,4 Mio. Kubikmeter gesenkt.
Die umweltrechtliche Genehmigung für das Projekt durch das Land Brandenburg steht zwar noch aus, Tesla baut aber bisher schon mit vorläufigen Genehmigungen für einzelne Bauschritte. In den Unterlagen für den Bebauungsplan der Gemeinde Grünheide sind bereits weitere Ausbaustufen enthalten. (hp/dpa)



