Die Wasserversorgung ist gefährdet, aber die Produktion soll Ende 2021 starten: Blick in eine Produktionshalle der Tesla Gigafactory in Grünheide am Tag der offenen Tür am 9. Oktober.

Die Wasserversorgung ist gefährdet, aber die Produktion soll Ende 2021 starten: Blick in eine Produktionshalle der Tesla Gigafactory in Grünheide am Tag der offenen Tür am 9. Oktober.

Bild: © Patrick Pleul/dpa

Tesla will mit Blick auf die Wasserversorgung in der Region rund um sein Werk selbst nach Grundwasservorräten suchen. Es gehe um Pumpversuche, um die Datenlage zu verbessern und auf dieser Basis wasserwirtschaftliche Entscheidungen treffen zu können, hieß es vom Unternehmen am Mittwoch zu der Eigeninitiative. Wasser selbstständig fördern will Tesla nach eigenen Angaben nicht. Das sei nicht das Ziel und rechtlich so auch gar nicht möglich.

Ganz grundsätzlich sei dem Unternehmen bewusst, dass das Thema perspektivische Wasserverfügbarkeit die Region sehr bewege, hieß es. Man habe deshalb überlegt, wie Kommunen und Wasserverbände in dieser Hinsicht unterstützt werden können, um die existierende veraltete Datengrundlage aus den 1970er-Jahren zu verbessern. Zuvor hatten das Magazin «Stern» und RTL berichtet, dass Tesla für seine Autofabrik selbst nach Wasser suche.

Erlaubnis zu Pumpversuchen fehlt noch

Für die Suche nach Grundwasservorräten sind nach Angaben von Tesla Hydrogeologen hinzugezogen worden. Pumpversuche sollen bei Genehmigung durch die Wasserbehörden in Gebieten des Fürstenwalder Wasserverbandes unternommen werden. Der Verband bestätigte das auf Nachfrage. Die Kosten dafür übernimmt Tesla, es handle sich um einen siebenstelligen Betrag, so der Autobauer.

Aktuell fehlt dem Unternehmen nach eigenen Angaben für die Pumpversuche noch die wasserrechtliche Erlaubnis. Bei der Antragseinreichung sei man in der Vorbereitung.

Lieferzusagen nur für die erste Ausbau-Stufe

Der ortsansässige Wasserverband Strausberg-Erkner hatte Tesla vertraglich Wasser nur für die erste Ausbaustufe der Tesla-Fabrik zugesagt. Der Vertrag sieht eine Lieferung von 1,8 Millionen Kubikmeter pro Jahr an den Autobauer vor.

Bisher fehlte auch noch die Zustimmung der Gemeindevertretung zu den Ausbauplänen von Tesla. Am Donnerstagabend stimmte das Gremium nun der Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes zu. Die Abstimmung fiel mit zwölf zu sechs Stimmen aus, es gab eine Enthaltung. Somit kann der US-Elektroautobauer eine Fläche von über 100 Hektar Wald kaufen und das Gelände bebauen. Das bisherige Tesla-Gelände umfasst rund 300 Hektar. (dpa/hp)

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