Der Städte- und Gemeindebund NRW erhält derzeit täglich 30 bis 40 Anfragen zu dem Abwassergebühren-Urteil.

Der Städte- und Gemeindebund NRW erhält derzeit täglich 30 bis 40 Anfragen zu dem Abwassergebühren-Urteil.

Bild: © Viewfoto Studio/AdobeStock

Für Investitionen in die Abwasserentsorgung bekommen Thüringens kommunale Zweckverbände in diesem Jahr mehr Geld. Der Betrag, der dafür zur Verfügung stehe, werde um elf Millionen Euro aufgestockt, teilte das Umweltministerium auf Anfrage der dpa mit.

Ziel sei, die Belastung von Natur und Umwelt durch technisch veraltete Kläranlagen oder Direkteinleitung zu verringern. Für Modernisierungsprojekte sowie den Anschluss weiterer Haushalte ständen den Zweckverbänden damit in diesem Jahr insgesamt etwa 31 Millionen Euro zur Verfügung.

Entlastung für Flüsse

«In Zeiten der Klimakrise mit langen Trockenphasen brauchen unsere Flüsse dringend Entlastung», begründete Umweltminister Bernhard Stengele (Grüne) die Entscheidung. Mit der Aufstockung könnten 30 zusätzliche Projekte angegangen werden.

Insgesamt seien es dann in diesem Jahr etwa 100 Vorhaben, darunter Kläranlagen oder Kanäle. Bei der Zahl der geförderten Vorhaben im Abwasserbereich werde 2023 damit ein Rekordjahr.

Erfolgreiche Projekte

Als Beispiele wurden die Ertüchtigung der Abwasserteichanlage Neundorf in Ostthüringen oder Kanalbauprojekte unter anderem in Sömmerda, Neustadt/Orla oder Bad Berka genannt.

2018 war in Thüringen ein Abwasserpakt mit den kommunalen Entsorgern geschlossen worden, um den bundesweit schlechtesten Anschlussgrad an Kläranlagen von 80 Prozent der Haushalte zu verbessern. Seitdem wurden laut Ministerium jährlich etwa 20 Millionen Euro an Fördermittel zur Verfügung gestellt, um Gemeinden an eine zentrale Abwasserentsorgung anzuschließen. (dpa/hp)

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