Die Gerätschaften im Haus sind über die Jahre immer wassersparender geworden.

Die Gerätschaften im Haus sind über die Jahre immer wassersparender geworden.

Bild: © Tim Ruster/Pixelio

Die Zweckverbände der Gruppen- und Fernwasserversorgung und die Gemeinden haben im Jahr 2016 zusammen fast 678 Mio. Kubikmeter (cbm) Wasser für die öffentliche Wasserversorgung bereitgestellt, teilt das Statistische Landesamt Baden-Württemberg mit. Rund 55 Prozent der Wasserentnahme entfielen auf die Zweckverbände, die das Wasser über mehr oder minder große Entfernungen weiterleiten. Die Gemeinden deckten 2016 etwa 45 Prozent des Wasserbedarfs im Land durch Entnahme aus örtlichen Wasservorkommen ab.

2016 lag die Trinkwasserentnahme im Land um knapp 25 Mio. cbm oder rund 3,8 Prozent über dem Ergebnis der vorausgehenden Erhebung 2013, aber deutlich unter der Höchstmenge von knapp 760 Mio. cbm im Jahr 1991. Parallel dazu nahm die Wasserabgabe an Letztverbraucher – private Haushalte, Kleingewerbe und Industrie – um 21 Mio. cbm oder rund 3,8 Prozent zu. Der individuelle Wasserverbrauch stieg im Jahr 2016 auf durchschnittlich 119 Liter je Einwohner und Tag an, nachdem er zwischen 1991 und 2007 von 140 auf 116 Liter gesunken war, was dem immer breiteren Einsatz wassersparender Haushaltsgeräte und Armaturen geschuldet sein dürfte, betont das Statistische Landesamt.

Die Statistiker schätzen, dass das Verbrauchsplus einerseits überwiegend im Zusammenhang mit dem Bevölkerungswachstum steht, das in Baden-Württemberg zwischen 2013 und 2016 etwas mehr als drei Prozent erreichte. Der zuletzt wieder etwas höhere Pro-Kopf-Verbrauch könnte andererseits eine Folge des im Landesdurchschnitt überwiegend trockenen und warmen Jahresverlaufs 2016 sein, was angesichts des extrem trockenen und heißen Sommers 2018 gewisse Rückschlüsse auf die nahe Zukunft zulasse. (sig)

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