Untersucht werden Daten von etwa 15.000 Wasserversorgungsanlagen.

Untersucht werden Daten von etwa 15.000 Wasserversorgungsanlagen.

Bild: © Roland Weihrauch/dpa

Niederländische und belgische Wasserwerke wollen auch Deutschland in die Verantwortung nehmen, um die Wasserqualität im Fluss Maas zu verbessern. Mit dem Klimawandel und zunehmender Trockenheit sinke nicht nur die Wassermenge in dem Fluss sondern auch die Konzentration eingeleiteter Schadstoffe nehme zu, heißt es in dem am Montag vorgelegten Jahresbericht des Verbandes der Flusswasserwerke an der Maas (RIWA-Maas).

Um aus der Maas in beiden Ländern weiterhin sieben Millionen Menschen verlässlich mit Trinkwasser versorgen zu können, müssten Schadstoffeinleitungen in den Fluss reduziert werden.
 

Dazu müssten auch Deutschland und Frankreich Auskunft über genehmigte Einleitungen in die Maas und ihre Zuflüsse geben, teilte der Verband mit. Eine bessere internationale Zusammenarbeit sei dringend nötig. Zu den deutschen Zuflüssen in die Maas gehören die Niers, die Schwalm und die Rur. Die Maas fließt von Ostfrankreich über Belgien und die Niederlande streckenweise entlang der Grenze zu Nordrhein-Westfalen Richtung Rotterdam.

Auch illegale Einleitungen

Neben Rückständen von Arzneimitteln gelangten vor allem Industrieabwässer in den Fluss, wozu ein länderübergreifender Gesamtüberblick aber laut Verband fehlt. Teils sei gar nicht bekannt, welche Stoffe von welcher Giftigkeit tatsächlich in den Fluss eingeleitet werden. Es gebe neue Stoffe und Produktionsprozesse und außerdem käme es zu illegalen Einleitungen. (dpa/hoe)

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