Tesla will sein Werk in Berlin-Brandenburg erweitern, um die Produktionskapazitäten auf eine Million Autos im Jahr zu verdoppeln.

Tesla will sein Werk in Berlin-Brandenburg erweitern, um die Produktionskapazitäten auf eine Million Autos im Jahr zu verdoppeln.

Bild: © Jens Kalaene/dpa

Für den Ausbau der Tesla-Fabrik fordert der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) einen neuen Genehmigungsantrag vom Unternehmen. Die übermittelten Unterlagen sind unvollständig, wie am Dienstag aus einer Stellungnahme des Verbands an das Landesumweltamt hervorging.

Es gebe eine Differenz zwischen den Unterlagen, die dem Versorger als Träger öffentlicher Belange zugeschickt worden seien, und der Online-Veröffentlichung für die Öffentlichkeit. «In Anbetracht der Tatsache, dass unterschiedliche Prüfsätze zur Verfügung gestellt wurden, ist dieser Genehmigungsantrag aus Sicht des WSE ungültig und muss folglich in einer einheitlichen Form neu ausgelegt werden», hieß es.

Keine weiteren Rammpfähle

Der Wasserverband Strausberg-Erkner kritisiert, dass ihm bestimmte Unterlagen aus dem Antrag zu den Ausbauplänen nicht zur Verfügung gestellt worden seien. Unter anderem gehe es um Anträge auf wasserrechtliche Erlaubnisse. Nach dem Studieren der Unterlagen bleibe zudem unklar, welche Betriebseinheiten der Fabrik bereits arbeiteten und inwiefern sie erweitert werden sollen.

Die Gründung der noch zu errichtenden Gebäude auf weiteren 81.200 Rammpfählen lehnt der WSE in der Stellungnahme ebenfalls ab. Auch gegen weitere Gebäude, die in den Grundwasserleiter reichen sollen, erhebt der Wasserverband Einspruch. Die Bauwerksgründungen beeinflussten nach vorliegenden Gutachten die Strömungsverhältnisse, so eine Begründung.

WSE-Führung in der Kritik

Die Verbandsführung des WSE steht derzeit in der Kritik. Es gibt Abwahlanträge durch WSE-Mitgliedskommunen gegen Verbandsvorsteher André Bähler und seinen Stellvertreter Gerd Windisch. (dpa/hp)

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