Rund 35 Mio. Euro will der hessische Energiedienstleister GGEW in den nächsten Jahren in den Glasfaserausbau investieren. Weil es aktuell schwierig ist, Tiefbaufirmen für die notwendigen Baumaßnahmen zu finden, geht das Unternehmen jetzt neue Wege. In den Gemeinden Bickenbach und Alsbach wird auf jeweils rund 210 Meter langen Teststrecken eine neue, zeitsparende Verlegetechnik erprobt: das Trenching. Bei diesem Verfahren zur Verlegung von Rohren für Glasfaserleitungen werden mittels Frästechnik schmale Gräben und Schlitze in Böden und Asphalt eingebracht.
Die vom Bundesbreitbandbüro empfohlene Methode erfordert nur wenig Platz und ermöglicht eine schnelle Fertigstellung von Leerrohr- und Glasfasertrassen. Die Kabel werden in einer Tiefe von ungefähr 40 Zentimetern verlegt. Angesichts der Kapazitätsengpässe im Tiefbau plädiere die GGEW für die Anwendung neuer Verlegetechniken, sofern die Kommunen dem Verfahren zustimmten, erklärt Uwe Sänger, Technischer Bereichsleiter der GGEW AG. Neben dem Testen des Trenchings treibt die GGEW aber auch die Digitalisierung der Schulen in der Region weiter voran. Bereits elf Schulen in Bensheim und Zwingenberg wurden an das High Speed Internet angeschlossen, weitere sechs in Bensheim, Lorsch und Lautertal sollen in diesem Jahr noch hinzukommen. (hoe)



