Offizielle Inbetriebnahme des geförderten Glasfasernetzes (von links): Pietro Pitruzzella, Referatsleiter Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation; Detlef Kuhn, Geschäftsführer der Odenwald Gigabit; Thomas Schmidt, Vorstand Energie und Handel der Entega und zugleich Geschäftsführer der PEB Breitband; Jens Fröhlich, Bürgermeister der Gemeinde Höchst im Odenwald; Frank Matiaske, Landrat des Odenwaldkreises und Melanie Ritter, Regionalleiterin bei Aconium für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland

Offizielle Inbetriebnahme des geförderten Glasfasernetzes (von links): Pietro Pitruzzella, Referatsleiter Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation; Detlef Kuhn, Geschäftsführer der Odenwald Gigabit; Thomas Schmidt, Vorstand Energie und Handel der Entega und zugleich Geschäftsführer der PEB Breitband; Jens Fröhlich, Bürgermeister der Gemeinde Höchst im Odenwald; Frank Matiaske, Landrat des Odenwaldkreises und Melanie Ritter, Regionalleiterin bei Aconium für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland

Bild: © Entega

Von Pauline Faust

Der Glasfaserausbau ist für die Entega ein wesentlicher Bestandteil der Wachstumsstrategie. Besonders im ländlichen Raum lohnt sich der Ausbau allerdings nur mit Fördergeldern: "Wesentliche Herausforderung ist die im Vergleich zum urbanen Raum geringere Gebäude-, Nutzeinheit- und Kundendichte", erklärt ein Sprecher. "Deshalb ist der Ausbau im ländlichen Raum nur bedingt eigenwirtschaftlich leistbar, ergo sind Förderprogramme wichtig."

Ein großes Projekt des Unternehmens ist aktuell der geförderte Ausbau des Glasfasernetzes im Odenwaldkreis. Er umfasst die zwölf Kommunen. Die Glasfasertrasse hat eine Gesamtlänge von über tausend Kilometern. Insgesamt sollen bei diesem Projekt somit rund 15.000 Grundstücke und Gebäude ausgebaut beziehungsweise neu mit angeschlossen werden.

Wie viele Glasfaserunternehmen setzt auch die Entega auf Zusammenarbeit. Im Odenwald kooperieren die Odenwald Gigabit Gesellschaft (OGIG) und der PEB Breitband, ein Zusammenschluss der Entega mit der Firma Klenk & Sohn. "Für uns sind Partnerschaften wichtig, die wir mit der PEB Breitband zum Ausdruck bringen", so die Entega. Warum? "Die Partner bringen unterschiedliche Kernkompetenzen ein. Klenk ist Experte für Tiefbau, wir für Vermarktung und Netzbetrieb."

Fördervolumen von 100 Millionen Euro

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung hat die Gigabitförderung 2.0 ins Leben gerufen. Durch diese wird der Ausbau in bestimmten unterversorgten und ländlichen Gebieten – wie beispielsweise dem Odenwaldkreis – zu 50 Prozent gefördert, damit Deutschland flächendeckend mit Glasfaser versorgt werden kann. Das Land Hessen fördert den Ausbau darüber hinaus mit 40 Prozent und 10 Prozent übernehmen die beteiligten Gemeinden und Städte. Das Fördervolumen beträgt insgesamt rund 100 Millionen Euro.

Nachdem Anfang Februar 2025 der Spatenstich für die Gemeinde Höchst erfolgt war, konnten nun in Tiefbauarbeiten innerorts und außerorts, die Kabelzugarbeiten, die Errichtung der Netzverteiler und Hausübergabepunkte bei den Kundinnen und Kunden sowie die Inbetriebnahme der ersten Kundenanschlüsse mit Gigabitbandbreiten ab 300 Mbit/s bis 1 Gbit/s erfolgen. 

Der Baubeginn für das Gesamtprojekt war im Dezember 2024. Das geplante Projektende ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Bis dahin werden rund 90 einzelne Bauabschnitte voraussichtlich fertiggestellt sein. Die OGIG hat hierfür die PEB Breitband beauftragt.

Ab jetzt sollen kontinuierlich Kundenanschlüsse, auf die ein Tarif abgeschlossen wurde und deren Adressen von der Förderung umfasst sind, in Betrieb genommen werden. Die Wartezeit ab Beauftragung bis zur Inbetriebnahme der Kundenanschlüsse sei in den Gebieten des geförderten Glasfaserausbaus grundsätzlich recht kurz, da in diesem Fall bereits eigenwirtschaftlich errichtete Bestandsinfrastruktur, wie in diesem Fall die der Entega, genutzt und darauf aufgebaut werden kann, was den Ausbau im Odenwaldkreis wesentlich beschleunige.

In Südhessen wird dies wohl vorerst das einzige Projekt im ländlichen Raum für die Entega bleiben. Man sehe derzeit kein weiteres Potenzial, hieß es.

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