Blick auf das Enercity-Verwaltungsgebäude am Ihmeplatz, Hannover.

Blick auf das Enercity-Verwaltungsgebäude am Ihmeplatz, Hannover.

Bild: © Enercity

Der Hannoveraner Regionalversorger Enercity ist in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch Ziel eines Hackerangriffs geworden. Die Sicherheitssysteme hätten umgehend reagiert, sodass größerer Schaden vom Unternehmen abgewendet hätte werden können, hieß es tags darauf auf der Website des Konzerns.

Demnach sei die kritische Infrastruktur nicht betroffen gewesen. Netze und Kraftwerke liefen stabil. Die Versorgungssicherheit sei gewährleistet.

Angespannte Situation

Der Kundenservice dagegen sei nur eingeschränkt verfügbar. "Derzeit sind nicht alle IT-Systeme vollumfänglich nutzbar, sodass es zu kleineren Einschränkungen kommen kann", teilte der Versorger mit. "Wir arbeiten daran, dies schnellstmöglich zu beheben."

Zu Beginn dieser Woche hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI, gewarnt, dass sich die Lage im Cyberraum weiter zuspitze. (Die ZfK berichtete.) "Die [Situation] ist angespannt, dynamisch und vielfältig und damit so hoch wie nie", erklärte Vizepräsidnt Gerhard Schabhüser. "In einer digitalisierten Welt hängt das Wohlergehen der Bevölkerung stärker als jemals zuvor davon ab, wie gut wir uns gegen IT-Sicherheitsvorfälle gerüstet haben."

Mehrere Hackerangriffe

Erst vor zwei Wochen hatten Hacker den in der Energiebranche tätigen IT-Anbieter Wilken angegriffen. (Die ZfK berichtete.) Im Vorjahr war auch das Softwareunternehmen Kisters Ziel eines Cyberangriffs geworden.

Im Sommer brachen Hacker zudem in die IT von Count+Care, der Softwaretochter von Regionalversorger Entega und den Mainzer Stadtwerken, ein. Sie stellten in der Folge persönliche Daten von Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern der beiden Versorger ins sogenannte Darknet. (aba)

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