Man erhofft sich Millionenförderung für die Batterieforschung.

Man erhofft sich Millionenförderung für die Batterieforschung.

Bild: © romaset/Adobe Stock

An dem Forschungsprojekt sind 34 Institutionen aus 15 europäischen Ländern beteiligt, darunter das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). BIG-MAP steht für Battery Interface Genom, Materials Acceleration Platform. Es wird von der EU mit 16 Millionen Euro für vorerst drei Jahre gefördert und sei das größte Einzelforschungsprojekt der europäischen Forschungsinitiative für Batterien, BATTERY 2030+, heißt es in einer Pressemitteilung des KIT.

BIG-MAP ziele darauf, die Entwicklung neuartiger Batterien deutlicher zu beschleunigen und so die Energie- und Verkehrswende voranzubringen. Dabei helfen soll eine konsequente Automatisierung und der Einsatz Künstlicher Intelligenz. Ziel sei es, nachhaltige und ultrahochleistungsfähige Batterien künftig durch die in BIG-MAP etablierten Methoden bis zu zehnmal schneller zu entwickeln als bisher.

Europäische Konkurrenzfähigkeit sichern – gemeinsame Dateninfrastruktur

Weiter heißt in der Pressemitteilung: "Die Vision besteht aber nicht nur darin, neue Batterien viel schneller entwickeln zu können, sondern auch sicherzustellen, dass sie Energie effizient speichern können, dass sie nachhaltig und zu so niedrigen Kosten hergestellt werden können", so Maximilian Fichtner, stellvertretender Direktor am Helmholtz Institut Ulm (HIU), welches das KIT gemeinsam mit der Universität Ulm gegründet hat.

Eine Neuausrichtung der bestehenden Entdeckungs-, Entwicklungs- und Herstellungsprozesse für Batteriematerialien und -technologien sei auch notwendig, damit Europa es mit seinen Hauptkonkurrenten in den USA und Asien aufnehmen könne,

Im Rahmen von BIG-MAP soll eine gemeinsame europäische Dateninfrastruktur entstehen, die es ermöglicht, Daten aus allen Bereichen des Batterieentwicklungszyklus autonom zu erfassen, zu verarbeiten und in kooperativen Arbeitsabläufen zu nutzen, heißt es in der Pressemitteilung. So werde ein physischer Zugang zu den unterschiedlich ausgestatteten Testeinrichtungen für die BIG-MAP-Forscherinnen und -Forscher dann kaum noch notwendig sein, und sie könnten über Landesgrenzen und Zeitzonen hinweg zusammenarbeiten.

KI spielt eine zentrale Rolle

Von KI orchestrierte Experimente und Synthese würden große Mengen erfasster Daten mit Fokus auf Batteriematerialien, Schnittstellen und Zwischenphasen nutzen. Die Daten würden dabei aus Computersimulationen, autonomer Hochdurchsatz-Materialsynthese und -charakterisierung, in Operando-Experimenten und Tests auf Geräteebene generiert. So sollen die Grundlagen für die Verbesserung zukünftiger Batteriematerialien, Grenzflächen und Zellen geschaffen werden.

BIG-MAP arbeitet hierbei auch eng mit dem Exzellenzcluster Post-Lithium-Speicherung (POLiS), an welchem das KIT, die Universität Ulm, das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW) sowie die Universität Gießen beteiligt sind, zusammen. Eingebunden ist laut der Pressemitteilung auch die Forschungsplattform CELEST (Center for Electrochemical Energy Storage Ulm & Karlsruhe), die 2018 vom KIT, der Universität Ulm und dem ZSW gegründet wurde. (hcn)

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