Gerüchte gab es zwar schon zur E-World, nämlich, dass ein Hersteller einen anderen Weg als die Transportbox geht, auf den Metering Days nun wurde es offiziell: EMH Metering bietet neben der Safety-Box auch die Safetybag an – und außerdem das persönliche Ausliefern von bis zu zehn Geräten von EMH-Mitarbeiter an Messstellenbetreiber.
„Mit unserer Silke bieten wir unseren Kunden eine praxistaugliche und sichere Lösung für den Rollout“, betont Peter Heuell, Geschäftsführer von EMH metering. „Und wir kommen der Zertifizierung unseres Gateways Casa einen entscheidenden Schritt näher.“ Kunden könnten damit in Zukunft die Wahl zwischen Safety-Box und Safety-Bag haben.
Nachdem das Unternehmen Ende August verkündet hatte, dass man eine Zertifizierung in diesem Herbst erwarte, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI )dies nun im Vorfeld der Metering Days bestätigt: ”Wir sind zuversichtlich, dass der Casa bis spätestens Dezember 2019 zertifiziert wird”, sagte Dennis Laupichler vom BSI. ”EMH hat alle Workshops erfolgreich durchlaufen. Derzeit laufen die finalen Hersteller- und Penetrationstests durch die Prüfstelle, so dass nach erfolgreichem Abschluss der Abschlussbericht (ETR) durch TÜViT an das BSI zur Zertifizierung übergeben werden kann.“
Safety-Bag
Doch mehr zu den drei Verfahren von EMH Metering: „Die Verbindung aus Box und Safebag-Umverpackung macht unsere Lieferkette besonders sicher. Denn selbst wenn die Box aufgebrochen würde, müsste jeder einzelne Safebag zerstört werden, um an die Geräte zu gelangen.“ Da EMH bei der Entwicklung des Safebags auf Standardkomponenten setzt, ist die Lösung zudem besonders kostengünstig
Das Plastik der Tüte ist ökologisch abbaubar – das zeigt auch das Sigel des blauen Umweltengels, das auf der Verpackung prangt. Die Safetybag garantiert Manpiulationssicherheit, erklärt EMH-Metering Geschäftsführer Peter Heuell der ZfK auf den Metering Days. Wird sie aufgerissen, verändert sich das Muster am Klebestreifen.
NFC-Chip sichert zusätzlich
Werden die Geräte ausgetauscht, kann anhand von Codes auf der Tüte und dem Gateway nachgeprüft werden, ob sich um das zugehörige Paar von Gateway und Verpackung handelt. Kontrolliert wird der Strichcode per App vom Monteur, der die Geräte anbringt und anschließend in der App Checkboxen zum Zustand der Box ausfüllt. Weitere Sicherheit bietet ein sogenannter NFC-Chip, mit dem sich die Packung per Funk nochmals auf Zugehörigkeit zum Gateway überpüfen lässt.
Thüga Smart Services will Transportlösung einsetzen
Eine ähnliche Lösung werde beispielsweise auch beim Geldtransport verwendet, verdeutlicht Heuell die Sicherheitsstufe. Thüga Smart Services präsentierte die Tüte auf ihrem Stand bei den Metering Days. Die Thüga Tochter will die Lösung einsetzen, sobald EMH-Metering die Zertifizierung bekommen hat. Dies wird voraussichtlich im Herbst soweit sein. Für die Transportlösung per Tüte habe das BSI selbst schon positive Zeichen gegeben, ist zu hören.
Eine weitere Lösung, die EMH Metering anbietet, ist der persönliche Transport der Gateways zum Messtellenbetreiber. Allerdings wird dies wohl eher ein Sonderfall bleiben. Geeignet ist diese Lösung eher zu Testzwecken von kleineren Mengen. (sg)



