Als die Frankenmetering GmbH & Co KG 2018 gegründet wurde, waren ihre Ziele bereits klar definiert: primär natürlich die Entwicklung des Smart Metering und intelligenter Versorgungsnetze im Bereich der neun beteiligten Stadtwerke voranzutreiben, aber auch überregional tätig zu werden. Um im Vertrieb smarter Messdienstleistungen möglichst flexibel vorgehen zu können, arbeitet Frankenmetering bei der Smart Meter Gateway Administration (SMGWA) mit zwei Dienstleistern zusammen.
Für den grundzuständigen Messstellenbetrieb (gMSB) und dessen Anbindung an die ERP-Systeme ist Smartoptimo Osnabrück der Partner. In der Marktrolle des wettbewerblichen Messstellenbetreibers (wMSB) baut Frankenmetering auf die SMGWA-Dienste der Thüringer Mess- und Zählerwesen Service GmbH (TMZ) mit Sitz in Ilmenau.
Die wMSB-Abteilung bei Frankenmetering vermeldete unlängst den Einbau des ersten Smart Meter Gateways in einem Wohngebäude der Gewog Wohnungsbau– und Wohnungsfürsorgegesellschaft der Stadt Bayreuth. Auf der grundzuständigen Seite hat Frankenmetering bislang knapp 50 intelligente Messsysteme (iMSys) in den operativen Betrieb genommen. Mehr als doppelt so viele Geräte wurden bereits installiert und werden schrittweise ebenfalls in Betrieb gesetzt.
Neun Gesellschafter, sechs ERP-Systeme
Die große Herausforderung im grundzuständigen Messstellenbetrieb bei Frankenmetering besteht darin, dass bei den neun Gesellschaftern sechs unterschiedliche ERP-Systeme im Einsatz sind. „Wir müssen deshalb viel Arbeit in die Schnittstellen und in die Tiefenintegration der Systeme stecken“, erläutert Mario Geiger, Abteilungsleiter Messstellenbetrieb Strom bei SÜC Energie und H2O GmbH sowie Projektleiter gMSB bei Frankenmetering.
„Einige Hersteller sind einfach schon weiter als andere, insbesondere was die Datenübertragung ins ERP-System betrifft. Vorteilhaft ist, dass wir hier auf die Erfahrung von Smartoptimo bauen können. Im Stadtwerkenetzwerk ist das Bündeln und Lösen unterschiedlicher spezifischer Anforderungen ja Tagesgeschäft. Trotzdem müssen wir mit jedem ERP-System diese Integration bis ins Detail durchexerzieren. Unser Ziel ist es, die Schnittstellenthematik rasch abzuschließen und das Gesamtsystem in den Regelbetrieb zu überführen. Parallel kümmern wir uns auch um die Anbindung von Zählern anderer Sparten und das CLS-Management.“
„Kennen uns mit fast jedem ERP-System aus“
Dass Frankenmetering aufgrund der heterogenen Systemlandschaft der Mutterhäuser hohen Integrationsaufwand betreiben muss, erweist sich andererseits als Vorteil für den Vertrieb von gMSB-Dienstleistungen. „Wir kennen uns mit fast jedem ERP-System aus“, erläutert Geiger. „Für jedes Werk, das mit uns Smart Metering machen möchte, haben wir demnächst eine fertige Lösung.“
Potenzial für den Vertrieb im gMSB-Markt sieht man bei Frankenmetering noch genügend. In Bayern gebe es überproportional viele kleine Stadtwerke und Stromversorger, von denen sich noch nicht alle für einen Smart-Metering-Partner entschieden hätten. Im Kreis der Gesellschafter hat Frankenmetering rund 45.000 Pflichteinbaufälle abzuarbeiten.
Wirtschaftliche Lösungen finden
Daniel Solf, Leiter Kundenbetreuung bei Smartoptimo, unterstützt Mario Geiger und Frankenmetering bei der Akquisition und Beratung. „Interessierte Werke können sich die Systeme bei Frankenmetering oder bei uns in der Praxis anschauen. Wir sind sehr darauf bedacht, wirtschaftliche Lösungen zu finden, und beantworten gemeinsam mit potenziellen Kunden die Frage, ob es sich etwa bei sehr kleinen Netzbetreibern mit wenigen Pflichteinbaufällen lohnt, die ERP-Schnittstelle auszuprägen oder ob eine andere Lösung sinnvoller ist." (sg)



