Mit der Friesencloud binden die Stadtwerke Husum ihre privaten Energiekunden digital an sich.

Mit der Friesencloud binden die Stadtwerke Husum ihre privaten Energiekunden digital an sich.

Bild: © Stadtwerke Husum

Die Friesencloud der Stadtwerke Husum ist mehr als eine reine Datenzentrale. Energiekunden können sie sowohl am Rechner als auch mit dem Smartphone oder Tablet nutzen. 25 Gigabyte Cloudspeicher stellt der Energiedienstleister jedem privaten Strom- und Gaskunden kostenlos zur Verfügung.

„Wir sind der regionale Infrastruktur-Dienstleister für Nordfriesland. Dazu gehören heutzutage neben Energielösungen auch die digitale Vernetzung“, erklärt Benn Olaf Kretschmann, Geschäftsführer der Husumer Stadtwerke.

Friesencloud soll Kunden binden

Die Stadtawerke gewährleisten bei der Cloud nach eigenen Angaben einen hohen Standard beim Datenschutz und wollen gleichzeitig die Identifikation ihrer Kunden mit dem Heimatregio stärken. „Beides ist ein echter Mehrwert, den unsere Kunden auch schätzen“, erläutert er.

Die Daten in der Friesencloud liegen zudem auf Servern in Schleswig-Holstein, dem Bundesland, in dem die Nutzer wohnen. Sie zeichnen sich demzufolge durch einen Datenschutzstandard nach deutschem Recht aus und werden zudem klimaneutral betrieben.

Heizen per Rechenzentrum

„Damit leisten wir einen Beitrag für eine sichere und nachhaltige digitale Infrastruktur. Das ist heute wichtiger denn je“, erklärt Geschäftsführer Kretschmann. Bei der Friesencloud arbeiten die Husumer Stadtwerke mit Windcloud zusammen: Das IT-Unternehmen betreibt seine Rechenzentren in Nordfriesland zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen und nutzt zusätzlich die entstehende Abwärme für Heizzwecke.

„Durch die Kombination der privaten Energieprodukte mit der Friesencloud schaffen wir ein Alleinstellungsmerkmal. Kombiprodukte sind weniger vergleichbar und gleichzeitig attraktiver für Kundinnen und Kunden“, erklärt der Geschäftsführer.

Nächster Schritt: Geschäftskunden

Außerdem unterstütze man mit dem Angebot die Region: Nicht nur die Daten bleiben in Nordfriesland, sondern auch die Wertschöpfung, fügt er hinzu. Kunden, die ihre Daten derzeit bei einem anderen Anbieter speichern, können ihm zufolge leicht auf die regionalen Server der Friesencloud wechseln. Im zweiten Schritt planen die Husumer, das Angebot auch auf Geschäftskunden auszuweiten. (sg)

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