Das Digimondo-Starterpaket enthält Lizenzen für die Softwarelösungen des Unternehmens, den LoRaWAN-basierten Firefly-Netzwerkserver und den Niota-Datenhub, Schulungen für Mitarbeiter, Support, mehrere Bausteine und LoRa-basierte Gateways.

Das Digimondo-Starterpaket enthält Lizenzen für die Softwarelösungen des Unternehmens, den LoRaWAN-basierten Firefly-Netzwerkserver und den Niota-Datenhub, Schulungen für Mitarbeiter, Support, mehrere Bausteine und LoRa-basierte Gateways.

Bild: © metamorworks/AdobeStock

Ist in meiner Trafostation Empfang? Wo existieren aktuell noch Funklöcher und wie gut ist der bereits erschlossene Gatewaystandort? Vor diesen Fragen und noch weiteren Herausforderungen steht heute jedes Stadtwerk, das sich mit dem Betrieb eines LoRaWAN-Netzes beschäftigt. Im Kern steht für jedes Stadtwerk als LoRaWAN-Netzbetreiber eine Frage im Raum: Wie gut ist die Netzabdeckung in meiner Stadt wirklich?

Messung per Fieldtester

Zur Lösung dieses Problems hat die Items GmbH gemeinsam mit den Stadtwerken aus Osnabrück und Solingen die Software Grid Insight: LPWAN entwickelt. Ziel der Software ist, dem Anwender eine Heatmap der eigenen Stadt bereitzustellen, welche die Netzabdeckung, Netzqualität sowie Funklöcher darstellt. Die notwendigen Messpunkte liefern hierzu speziell entwickelte Fieldtester, die zum Beispiel direkt in die Fahrzeuge der Monteure eingebaut oder den Messdienstleistern mitgegeben wurden.

Die Fieldtester wurden speziell zur Messung der Empfangsqualität, aber auch zur Erkennung von Funklöchern entwickelt. So erhält das Stadtwerk nicht nur die Information über die Netzabdeckung, sondern auch über bestehende Funklöcher. Ebenso ist eine Analyse der Datenpakete je Gateway möglich, um ungeeignete Standorte zu identifizieren bzw. deren Qualität zu beurteilen.

Standardisierte Lösung

„Unsere Softwarelösung Grid Insight: LPWAN wurde zusammen mit unseren Kunden auf Basis agiler Softwareentwicklungsmethoden entwickelt“, erläuterte Alexander Sommer, Leiter des Teams Innovation und Transformation bei Items. „Ziel war es von Anfang an, den Kunden bereits in die Entwicklung und im Rahmen der Testphase mit einzubeziehen." Durch das Feedback von insgesamt drei Stadtwerken habe man die Lösung so gestaltet und standardisiert, dass nun jedes Stadtwerk die Lösung einsetzen könne. Ab Mai sei das Tool erhältlich.

Bereits in der Testphase habe sich Grid Insight: LPWAN bei den Stadtwerken bewährt, teilte Items mit. Durch die Analyse der Gatewaystandorte optimierten die Stadtwerke Osnabrück demnach bereits erste Standorte, um so die Netzabdeckung zu steigern. „Unsere Projekte zur Überwachung von Transformatoren oder Gasdruckregelstationen erhalten so einen zusätzlichen Schub“, sagt etwa Ingo Lemme, verantwortlich für den Bereich IoT bei der SWO Netz. Die Osnabrücker haben sich nun entschlossen, die Lösung auch über die Testphase hinaus längerfristig einsetzen.

Weitere Einsatzgebiete

Neben der Analyse von Gatewaystandorten unterstützte das Tool ein drittes Stadtwerk im Rahmen der Testphase beim Vermessen der Indoor-Abdeckung. Dazu wurde der Fieldtester speziell für den Messdienstleister angepasst, um Indoor-Messreihen zu erheben. Die Analyse der Messreihen unter Berücksichtigung des Spreading-Factors habe demnach dabei geholfen, die Qualität der Netzabdeckung in Gebäuden zu analysieren. Bei den Stadtwerken Solingen habe sich Grid Insight: LPWAN aufgrund der Topologie der Stadt bei der Erkennung von Funklöchern bewährt, heißt es weiter.

Die Entwicklung der Lösung soll weitergehen und sei mit der ersten Version im Mai noch nicht abgeschlossen: Auf Basis der Zusammenarbeit mit den Kunden ist geplant, an weiteren Modulen weiterzuarbeiten. Neben der Implementierung kleinerer Features steht als nächster Schritt das Thema Netzsimulation auf Basis der vermessenen Netzabdeckung an. (sg)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper