Der Rollout lahmt weiter.

Der Rollout lahmt weiter.

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Die Bundesnetzagentur hat Hunderte Messstellenbetreiber abgemahnt. Der Grund: Die Unternehmen bummeln beim Smart-Meter-Rollout – und könnten bindende Ziele verfehlen.

Stand jetzt hätten 700 "weniger als 13 Prozent" ihrer Messstellen mit intelligenten Messsystemen ausgestattet. Und "knapp 500" davon noch gar nicht mit dem Rollout begonnen, teilte die Bonner Behörde auf Anfrage mit. Zuerst hatte "Der Spiegel" berichtet. Demnach sind insgesamt 879 Unternehmen dazu verpflichtet.

Manche haben ihre Hausaufgaben

Immerhin: 24 Messstellenbetreiber seien ihren gesetzlichen Verpflichtungen für das Jahr 2025 bereits vollständig nachgekommen, erklärt die Netzagentur weiter. Grundlage sei die jüngste Erhebung aus dem September 2024.

Der Gesetzgeber schreibt vor, mindestens 20 Prozent der Haushalte mit einem Jahresverbrauch zwischen 6000 und 100.000 Kilowattstunden Strom mit Smart Metern auszustatten.

Andere bekommen Blauen Brief

Die betroffenen Unternehmen erhalten nun Post "mit dem Hinweis auf die Ausstattungsverpflichtung". Zwangsgelder seien darin nicht angedroht worden. Aber: Gesetzeskonformes Verhalten könne auch mittels Zwangsgeldern durchgesetzt werden, warnt die Behörde.

Dagegen hätten Unternehmen, die die Quote erreichen, "keine Zwangsgelder zu befürchten". Um die zu erfüllen, rät die Netzagentur dazu, Kooperationen zu bilden oder auf Dienstleister zurückzugreifen.

Der Rollout lahmt seit Jahren. Kritiker werfen der Regierung vor, zu hohe bürokratische Hürden errichtet zu haben. Tatsächlich sollen diese jetzt schrumpfen. Im Februar stimmte der Bundesrat Änderungen zu, die den Einbau beschleunigen sollen.

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