Der von den SWU geplante Quartierspeicher wird Bremsenergie der Straßenbahn aufnehmen und enttweder für die E-Mobilität oder die nächste Bergfahrt der Tram bereitstellen.

Der von den SWU geplante Quartierspeicher wird Bremsenergie der Straßenbahn aufnehmen und enttweder für die E-Mobilität oder die nächste Bergfahrt der Tram bereitstellen.

Bild: © SWU

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) werden bis 2021 ihren ersten Quartierspeicher in Betrieb nehmen, die Leistungskapazität ist noch unklar. Dieser wird im Rahmen des städtischen Projekts „Zukunftskommune 2030“ in dem neu entstehenden Quartier „Am Weinberg“ in Ulm installiert. Dieses wird auf dem Areal einer aufgelassenen Kaserne errichtet. Die Siedlung liegt direkt an der neuen Straßenbahnlinie 2, die im Dezember diesen Jahres den Betrieb aufnimmt.

"Straßenbahn speist Bremsenergie zurück in Speicher"

In diesem Bereich bewältigt die Straßenbahn eine Berg- und Talstrecke. „Das Konzept sieht vor, dass die Straßenbahn Bremsenergie ins Netz zurückspeist. Diesen Strom nimmt der Quartierspeicher auf, und er wird dann entweder für die E-Mobilität oder die nächste Bergfahrt der Straßenbahn verwendet“, sagt SWU-Geschäftsführer Klaus Eder im Gespräch mit der ZfK.

"Autonomes Fahren ist ein großes Thema in Ulm"

Der Kommunalversorger wird in der künftigen Wohnsiedlung für den Aufbau der Strom-, Wärme- und Gasversorgung, eines 5G-Netzes und der ÖPNV-Anbindung verantwortlich sein.
Das 5G-Netz soll dabei so aufgebaut sein, dass in dem Quartier ein autonom fahrender Bus betrieben werden kann. "Autonomes Fahren ist ein großes Thema in Ulm, es gibt eine Stiftungsprofessur der Stadt Ulm an der Universität Ulm", erklärt Eder. Um die Daten störungsfrei in und aus den Fahrzeugen zu übertragen, benötige man ein hocheffizientes Funknetz.
Jede Funkantenne brauche einen Glasfaseranschluss, um autonomes Fahren zu ermöglichen.

Wenn das 5G-Netz an eine Kuperleitung grenzt

Das neue Quartier werde umrahmt sein von alten Bestandsimmobilien. "Die Stadt und wir interessieren uns insbesondere dafür, was an den Schnittstellen zwischen den beiden Quartieren passiert", so der SWU-Geschäftsführer. Beispielsweise, wenn ein 5G-Netz an eine Kupferleitung grenze. Diese Infrastrukturen sollen zusammengebracht und durchlässiger gestaltet werden. Ziel sei ein fließender Übergang zwischen dem neuen Quartier und den Bestandswohngebieten. (hoe)

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Einen ausfürlichen Hintergrund über die erfolgreiche Restrukturierung der SWU und die künftige Ausrichtung lesen in der Juniausgabe der ZfK.

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