Bis zu zwei Drittel der Deutschen können sich die Nutzung flexibler Stromtarife vorstellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Umfrage der Datenbank Statista im Auftrag des Essener Energiekonzerns Eon, für die mehr als 2.450 Menschen befragt wurden.
Hintergrund ist, dass intelligente Zähler, auch Smart Meter genannt, neue Tarifarten ermöglichen. Dabei schwankt der Strompreis nicht tageszeitabhängig, sondern je nach Angebot und Nachfrage auf den Strommärkten. Was eine Kilowattstunde Strom gegenwärtig kostet, könnten Kunden dann etwa per App einsehen.
Mehrheit offen für Nutzung eines Smart Meters
Wie Eon mitteilt, könnten sich 59 Prozent der Deutschen vorstellen, einen solchen dynamischen Tarif zu nutzen. 67 Prozent sind offen dafür, einen zeitvariablen Tarif zu nutzen. Heißt: Der Strompreis ist dann etwa abends und nachts niedriger als tagsüber.
Offen für die Nutzung eines Smart Meters sind laut Umfrage 51 Prozent der Befragten. Besonders aufgeschlossen zeigen sich Menschen in Hamburg (57 Prozent), Nordrhein-Westfalen (54 Prozent), Hessen und Sachsen (je 53 Prozent).
Tibber: Strom zum Einkaufspreis
Bislang experimentieren in Deutschland nur wenige Unternehmen mit flexiblen Stromtarifen. Zu ihnen zählen neben Eon etwa die Wuppertaler Stadtwerke, die sich mit ihrem Forschungsprojekt "Happy Power Hour II" an größere Industrieunternehmen richten.
Zudem wirbt das Start-up Tibber, seinen Kunden Strom zum Einkaufspreis weiterzugeben, sofern diese intelligente Zähler besitzen. (Hier mehr zu Tibber.) (ab)
Siehe auch: Können Smart-Meter-Gateways dynamische Tarife?



