Die Wartung für die SAP-Lösung R/3 zur Abwicklung von zentralen Prozessen in der Materialwirtschaft, Logistik sowie dem Finanz- und Rechnungswesen läuft in den kommenden Jahren aus. Thüga SmartService (TSG) hat daher frühzeitig eine Nachfolgelösung für das Enterprise Ressource Planning (ERP) in der Energiewirtschaft entwickelt und erste Unternehmen auf die neue Umgebung umgezogen.
„Die S/4HANA-Plattform der TSG bietet vereinfachte Datenstrukturen, verbesserte Bedienbarkeit und neue Funktionalitäten. Je mehr Kunden die Plattform gemeinsam nutzen, desto höher die Skaleneffekte und desto geringer die Kosten je Nutzer. Die standardisierte Plattform kann außerdem durch Funktionserweiterungen – Add-Ons – je nach Unternehmen individuell ergänzt werden“, sagt Emil Bruusgaard, Geschäftsführer der Thüga SmartService.
GEG Wilhelmshaven macht den ersten Schritt
Die GEW Wilhelmshaven – Versorger für Strom, Erdgas und Trinkwasser – war bereits Kunde der TSG und ist 2019 in einem ersten Piloten auf die S/4HANA-Plattform umgestiegen. Damit habe man hilfreiche Erkenntnisse aus der Anwenderpraxis sammeln und auswerten können, so die Thüga Tochter. In der Folge wurden Prozesse aus der bestehenden SAP R/3-Umgebung verbessert und im neuen IT-Umfeld umgesetzt.
Anfang 2020 ging die GEW Wilhelmshaven auf der Plattform produktiv. Die ESWE Versorgungs AG und die SWK Stadtwerke Kaiserslautern Versorgungs-AG – beides Partnerunternehmen aus der Thüga-Gruppe und ebenfalls Kunden der TSG – schlossen sich an und zogen auf die S/4HANA-Plattform um. In dieser Konstellation habe die TSG komplexere Anforderungen und Funktionalitäten bearbeitet und die Weiterentwicklung und Skalierung der bestehenden Lösung konsequent vorangetrieben.
Weiterer Zuwachs
Anfang 2022 wurden von der TSG sieben weitere Unternehmen, mehrheitlich aus der Thüga-Gruppe, auf der S/4HANA-Plattform produktiv gesetzt. Die Stadtwerke Ostmünsterland GmbH & Co. KG, E-werk Sachsenwald GmbH, die Energieversorgung Selb-Marktredwitz GmbH, die Gasversorgung Unterfranken GmbH, die Stadtwerke Kelheim GmbH & Co KG, die Stadtwerke Mühlhausen GmbH und die Stadtwerke Mühlhausen Netz GmbH sorgten Anfang des Jahres für einen starken Zuwachs.
„Die Kombination aus Kostensynergien auf der einen Seite und Wissenstransfer sowie Innovationsgeist durch Schwarmintelligenz auf der anderen Seite sorgt bei unseren Bestandskunden und im Markt für großes Interesse an unserer S/4HANA-Plattform“, sagt Matthias Stoller, Geschäftsführer der Thüga SmartService.
30 Kunden bis 2024 als Ziel
Die Umstellung auf S/4Hana werde von vielen Unternehmen auch als Anlass genutzt, um ihre IT-Landschaft durch Funktionserweiterungen (Add-Ons) individuell zu ergänzen und zusätzlich zu verbessern, sagt TSG. Add-Ons wie die Procurement Suite oder das Workforce-Management-System können laut der Thüga-Tochter passgenau an die S/4HANA-Plattform andocken und würden von den Kunden nachgefragt.
„Wir haben noch einiges vor und streben bis 2024 über 30 Kunden auf der S/4HANA-Plattform an“, sagt Matthias Stoller. Eine Reihe von weiteren Versorgern habe bereits entsprechende Verträge unterschrieben oder befindet sich in den letzten Verhandlungsphasen. „Um den Zugang für Stadtwerke und Energieversorger inner- und außerhalb der Thüga-Gruppe noch einfacher zu gestalten, werden wir die nicht differenzierenden Prozesse weiter standardisieren. Mit jedem neuen Versorger an Bord wird die Plattform im Hinblick auf Kosten, Funktionalität und Innovation noch attraktiver werden“, heißt es weiter. (sg)


