Das Hamburger Wasserstoff(H2)-Unternehmen Eternal Power plant eine Produktionsanlage für anfangs 8000 Tonnen grünen H2 jährlich. Errichtet werden soll die Anlage in Dummerstorf, zehn Kilometer südlich von Rostock in Mecklenburg-Vorpommern, teilte das Unternehmen mit.
Dort habe es sich jetzt die Nutzungsrechte für rund fünf Hektar Land gesichert. Geplant ist eine Elektrolyseeinheit mit einer Leistung von 80 Megawatt (MW), die bis zum Jahr 2028 in Betrieb gehen soll. Eternal Power möchte diese später auf 400 MW steigern.
Grüner Strom "im Überfluss"
Der größte Kostenfaktor für grünen Wasserstoff ist laut dem Unternehmen vor Ort verfügbarer Ökostrom. Dieser sei in Dummerstorf durch die direkte Anbindung von Offshore-Windparks und Photovoltaikanlagen aber "im Überfluss vorhanden".
Um die Kosten zu reduzieren, hat Eternal Power nach eigenen Angaben darüber hinaus eine spezielle Softwarelösung entwickelt. Diese optimiere die Strombeschaffung auf Stundenbasis für die nächsten 20 Jahre.
320 MW mehr in zwei Jahren
Bis 2030, also nur zwei Jahre nach ihrer Inbetriebnahme, soll die Anlagenleistung um weitere 320 MW hochgefahren werden, so das erklärte Ziel. Die dafür benötigten Flächen seien bereits gesichert. Für den Ausbau muss zunächst eine bestehende Höchstspannungstrasse erweitert werden.
Diese sei jedoch seitens des zuständigen Netzbetreibers 50Hertz in Planung. Das Projekt werde außerdem an das von der Bundesregierung angekündigte Wasserstoff-Kernnetz angebunden sein.
Abnahmeverträge in Milliardenhöhe
Die Abnehmerseite ist, neben der Energie und dem Netz, dem Unternehmen zufolge ebenfalls gegeben – auch für die zweite Ausbaustufe. Aktuell habe es erste Zusagen sowie einen Vorvertrag über ein Volumen von mehr als 2,3 Milliarden Euro.
Die gesicherte Abnahme sei ein weiteres Schlüsselelement, um Projekte dieser Größenordnung zu realisieren und den Markt für grünen Wasserstoff hochzufahren, so Eternal Power. Abnehmer für grünen Wasserstoff kommen etwa aus der Schifffahrt, dem Flugverkehr oder der Chemie- und Stahlindustrie.
Das 2021 gegründete Unternehmen hat bislang zwei Wasserstoffprojekte realisiert, wie es auf seiner Website angibt. Mit an Bord ist unter anderem der ehemalige EnBW-CEO Frank Mastiaux. (dz)


