Die Stadtwerke Castrop-Rauxel in Nordrhein-Westfalen loten mit Partnern den lokalen Wasserstoffbedarf aus. Sie wollen jetzt Unternehmen befragen, um den künftigen Bedarf abschätzen zu können. Am 14. März ist dazu ein Workshop mit potenziellen Akteuren geplant, kündigte Jens Langensiepen, Geschäftsführer der Stadtwerke Castrop-Rauxel auf einer Pressekonferenz an.
Pläne und Hürden
Geklärt werden soll darin etwa, ob es womöglich schon konkrete Einsatzszenarien gibt und welche Hürden die Akteure für den Einsatz von Wasserstoff sehen. Im nächsten Schritt sollen dann individuelle Lösungen für die Unternehmen und die Stadt entwickelt werden. Interessenten können sich ab sofort für den Workshop anmelden.
Ein Vorteil für Castrop-Rauxel könne sein, dass die Stadt voraussichtlich in unmittelbarer Nähe zu dem von der Bundesregierung geplanten Wasserstoff-Kernnetz gelegen sei, erklärte Langensiepen weiter. Der finale Trassenverlauf stehe allerdings noch nicht fest.
Teil eines Reallabors
Die Bedarfsanalyse ist Teil des kürzlich gemeinsam mit Gelsenwasser, der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie sowie der Westfälischen Hochschule gestarteten Reallabors "H2Raum". Es soll zeigen, für welche kommunalen und unternehmerischen Bedarfe Wasserstoff eine Alternative zu fossilen Brennstoffen darstellen kann. (dz)



