Die europäische Energiebörse EEX hat den Zuschlag als Verkaufsplattform für den nationalen Emissionshandel erhalten.

Die europäische Energiebörse EEX hat den Zuschlag als Verkaufsplattform für den nationalen Emissionshandel erhalten.

Bild: © EEX

Die Energiebörse EEX hat das Energiekrisenjahr 2022 mit einem satten Gewinnzuwachs abgeschlossen. Wie das Leipziger Handelshaus diese Woche mitteilte, stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 74 Prozent auf insgesamt 239 Mio. Euro.

Dabei schlugen sich die Turbulenzen auf den Strommärkten auch in den Handelsvolumina der EEX nieder. So verzeichnete Europas führende Strombörse auf den europäischen Terminmärkten ein Minus von 27 Prozent.

Starker Zuwachs auf Erdgasmärkten

Ihren Marktanteil konnte die EEX nach eigenen Angaben dagegen deutlich steigern, in Deutschland sogar von 51 auf 71 Prozent. Der außerbörsliche Handel brach im vergangenen Jahr nämlich noch stärker ein. Allein auf dem deutschen Strommarkt sank die dort gehandelte Menge laut der Brokervereinigung Leba im Vergleich zum Vorjahr um 52 Prozent.

Kräftig zulegen konnte die EEX auf den Erdgasmärkten. Auf den Terminmärkten verbuchte das Handelshaus ein Plus von 164 Prozent. Insgesamt wurden vergangenes Jahr an der Börse 3136 TWh europaweit gehandelt.

THE handelt über EEX

Traditionell findet der Großteil des Erdgasgeschäftes außerbörslich statt. Das vergangene Jahr war jedoch davon geprägt, dass die führenden Gasimporteure Uniper, Sefe und VNG abrupt weggebrochene russische Gaslieferungen ersetzen mussten und dabei auch auf Börsen auswichen.

Zudem kaufte der Marktgebietsverantwortliche THE im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums im großen Stil Gas zur Befüllung mehrerer deutscher Speicher ein. Zuerst hatte das Unternehmen die Mengen ausschließlich über den EEX-Spotmarkt beschafft. Im Herbst 2022 wurde THE dann auch für Termingeschäfte zugelassen. (aba)

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