Der Gasspeicher in Rehden hat eine Kapazität von fast 44 TWh. Zuletzt lagerten aber nur noch 0,24 TWh ein.

Der Gasspeicher in Rehden hat eine Kapazität von fast 44 TWh. Zuletzt lagerten aber nur noch 0,24 TWh ein.

Bild: © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Es ist wieder kälter geworden in Deutschland. Das macht sich zunehmend in den Gasspeichern hierzulande bemerkbar. Nach einer für diese Jahreszeit ungewöhnlich langen Einspeicherserie von 19 Tagen am Stück wurde zuletzt acht Tage in Folge netto ausgespeichert. Am Montag wurde sogar wieder kräftig ausgespeist. Netto waren es mehr als 1,25 TWh.

Damit lag der durchschnittliche Gasspeicherfüllstand zum ersten Mal in diesem Jahr unter 90 Prozent. Nach Angaben der Transparenzplattform AGSI waren es Stand Montag genau 89,87 Prozent. Die meisten Prozentpunkte verloren demnach zuletzt die Speicheranlagen der Firmen RWE (minus 1,78 Prozentpunkte) und MND (minus 1,83 Prozentpunkte).

Aufwärtstrend bei Gaspreisen

Die Mehrheit der Betreiber weist für ihre Speicher noch Füllstände von mindestens 90 Prozent auf. Dazu gehören die größten Player Uniper, Astora (beide 91 Prozent) und VNG (90 Prozent). Nur die Speicher von RWE (77 Prozent) und Nafta (76 Prozent) sind im Schnitt zu weniger als 80 Prozent voll.

Am niederländischen Handelspunkt TTF setzte sich der Aufwärtstrend der Gaspreise fort. So wurde die Megawattstunde am Mittwoch zwischendurch für 63 Euro pro MWh gehandelt. Das waren acht Euro mehr als am Montag.

Gasprodukte für Winter 2023/24 noch teurer

Noch teurer sind derzeit die Gasprodukte für den kommenden Winter. Hier notierten die Preise am Mittwoch zwischen 68 und 73 Euro pro MWh. Im Vergleich zum Ausnahmejahr 2022, als Spitzenwerte von mehr als 300 Euro pro MWh erreicht wurden, ist das aktuelle Preisniveau aber weiterhin niedrig. (aba)

Update: Am Mittwochabend meldete die Transparenzplattform AGSI auch für Dienstag Daten. Demnach wurde erneut deutlich mehr aus deutschen Speichern aus- als eingespeichert. Der neue Füllstand demnach: 89,32 Prozent.

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