Gas

Gasunie treibt Ausbau des Wasserstoffnetzes voran

Am Standort Achim in Niedersachsen entsteht ein zentraler Energy Hub. Gasunie will so die bestehenden und zukünftigen Netze für Erdgas und Wasserstoff verknüpfen.
10.11.2023

Gasunie setzt sich beim Wasserstoff auf politischer Ebene für mehr Planungssicherheit ein.

In Achim (Landkreis Verden) entsteht in den nächsten Jahren ein neuer zentraler Knotenpunkt im Netz des niederländisch-deutschen Gasinfrastrukturbetreibers Gasunie. Das Unternehmen nahm in Anwesenheit des niedersächsischen Wirtschafts-Staatsekretärs Frank Doods auf der Verdichterstation Embsen eine dritte Verdichtereinheit offiziell in Betrieb, die Versorgungsengpässe im kommenden Winter vermeiden helfen soll.

Gasunie verbindet die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten LNG-Terminals in Brunsbüttel, Stade und Wilhelmshaven mit dem europäischen Gasverbundnetz. Dazu entsteht in den kommenden Jahren zusätzliche umfangreiche Infrastruktur in Niedersachsen, darunter eine neue Verdichterstation am Standort Achim sowie eine Leitung, die vom Raum Stade aus nach Achim führt.

Tempo beim Infrastrukturausbau

Um die neue Infrastruktur schnellstmöglich realisieren zu können, fällt sie zu Teilen auch unter die Bedingungen des LNG-Beschleunigungsgesetzes. In einem ersten Schritt wurde kurzfristig die im Oktober 2014 in Betrieb genommene Verdichterstation Embsen bei Achim um eine dritte Verdichtereinheit erweitert. Diese war bereits beim Bau der Anlage genehmigt worden. Jetzt konnte die Erweiterung in Rekordzeit von unter einem Jahr realisiert werden.

Zudem besuchte Staatssekretär Doods in Sottrum (Landkreis Rotenburg) einen Betriebsplatz von Gasunie. Hier rüstet das Unternehmen eine rund 250 Kilometer lange, bereits mehrere Jahrzehnte bestehende Gasleitung um, so dass sie in Zukunft Wasserstoff von der deutsch-niederländischen Grenze nach Bremen und Hamburg transportieren kann. Die Umrüstung sei volkswirtschaftlich sinnvoller als ein kompletter Neubau, sagt Gasunie.  Das Unternehmen engagiert sich für den Aufbau eines Wasserstoffnetzes in den Ländern, in denen es aktiv ist. Ziel ist der Aufbau einer Drehscheibe für erneuerbare Energien in Europa.

Wasserstoff europäisch denken

Britta van Boven, die Geschäftsführerin von Gasunie Deutschland, betont, dass man in Niedersachsen als Basis über eine hervorragend ausgebaute Infrastruktur verfüge, die Gasunie bereits heute in die Lage versetze, die anstehenden Aufgaben in einem europäischen Maßstab zu lösen. (amo)