Überschüssiges Gas verbrennt in einer Rohölverarbeitungsanlage der PCK-Raffinerie GmbH in Schwedt (Brandenburg).

Überschüssiges Gas verbrennt in einer Rohölverarbeitungsanlage der PCK-Raffinerie GmbH in Schwedt (Brandenburg).

Bild: © Patrick Pleul/dpa

Die europäische Gasindustrie will die Methanemissionen weiter senken. Um dieses Ziel zu erreichen, sei es wichtig, das Bewusstsein für die Problematik weiter zu schärfen und die Zusammenarbeit zwischen den Sektoren und Regionen zu verbessern, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Konkret müsse es nun darum gehen, die Technologien zu verbessern, mit denen sich Methanemissionen erkennen und quantifizieren lassen. Wichtig sei auch, sich besser darüber auszutauschen, wie man die Emissionen weiter verringern könne.

Hinter der gemeinsamen Erklärung stehen unter anderem Gas Infrastructure Europe (GIE), Entsog und Eurogas. Wie Francisco Pablo de la Flor García, GIE-Vorstandsmitglied und GIE-Bereichssponsor für Systembetrieb und -entwicklung, in der gemeinsamen Erklärung betont, arbeiten die Betreiber von Gasinfrastrukturen bereits seit vielen Jahren daran, die Methanemissionen ihrer Anlagen zu minimieren. Die Emissionsreduktion werde unter anderem durch ambitionierte Lecksuch- und -reparaturprogramme erreicht. „Wir setzen die besten verfügbaren Techniken zur Emissionsminderung ein und suchen ständig nach Verbesserungen dieser Technologien, wobei wir die Sicherheit unserer Mitarbeiter und der Bürger im Auge behalten“, heißt es.

Methanemissionen gefährden das Klima

Scott Foster, Direktor der Abteilung für nachhaltige Energie bei der United Nations Economic Commission for Europe (UNECE) betont, dass Methanemissionen für ein Viertel der heutigen globalen Erwärmung verantwortlich seien. Ihr Einfluss auf das Klima sei nach dem von Kohlendioxid der zweitgrößte, weshalb die Beherrschung der Methanemissionen für das Erreichen der Klimaneutralität unerlässlich sei. „Die Verringerung der Methanemissionen wird der Gesellschaft, der Umwelt und der Wirtschaft zugute kommen, da sie die Kosten der Energiewende senkt.“

In dem Papier sprechen sich die Verbände unter anderem für ein robustes MRV-System aus. (amo)

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