Die Green Hydrogen Technology GmbH (GHT) aus Augsburg und die Westfalen-Gruppe aus Münster wollen gemeinsam günstigen Wasserstoff aus Reststoffen herstellen. Der in den Waste-to-Hydrogen-Anlagen von GHT produzierte Wasserstoff ist nach Unternehmensangaben durch die integrierte CO2-Verflüssigung sogar CO2-negativ, da Emissionen, die durch die alternative Abfallverbrennung entstehen, unmittelbar vermieden werden.
Westfalen plant, mit dem aus GHT-Anlagen gewonnenen Energieträger Kunden in der Mobilität und in der Industrie zu versorgen. Das Unternehmen verfügt für die Belieferung über eine eigene Wasserstoff-Trailerflotte. Auch wenn die Waste-to-Hydrogen-Anlagen von GHT perspektivisch überall entstehen können, liegt der Fokus der neuen Partnerschaft zunächst auf der Belieferung des süddeutschen Raums. Die erste kommerzielle GHT-Anlage zur Produktion von Wasserstoff aus Reststoffen entsteht aktuell bei einem mittelständischen Entsorgungsunternehmen im baden-württembergischen Göppingen.
Wasserstoff bezahlbarer machen
Das wichtigste Kriterium für die Produktion von Wasserstoff per Reststoffverwertung ist neben dem Umweltaspekt vor allem die Bezahlbarkeit des Produkts, heißt es in einer Mitteilung. "Der in den Anlagen dezentral hergestellte Wasserstoff ist Teil eines Kreislaufs und liegt preislich deutlich unterhalb von Wasserstoff aus der herkömmlichen Elektrolyse mit erneuerbarem Strom. Das wird die Nachfrage ankurbeln, dem Produzenten Abnahmesicherheit und unseren Kunden Gewissheit bei der Versorgung geben", sagt Nicolas Dohn, Head of Hydrogen bei Westfalen. Robert Nave, CEO der GHT, sagt, dass ein Vorteil "seiner" Anlagen neben der kostengünstigen Produktion die dezentrale Nutzungsmöglichkeit und die relativ einfache Errichtung im Plug-and-Play-Verfahren sei.
Westfalen und GHT suchen weitere Partner. Ziel ist es, alle Teilnehmer der Wertschöpfungskette miteinander zu verbinden, um für größtmögliche Effizienz bei der Produktion, beim Transport und beim Vertrieb von umweltfreundlichem Wasserstoff zu sorgen.



