Messinsturmente zeigen den Leitungsdruck von Rohrleitungen des Gaspeichers der Stadtwerke Kiel an. Der Krieg in der Ukraine treibt die Erdgaspreise weiter nach oben.

Messinsturmente zeigen den Leitungsdruck von Rohrleitungen des Gaspeichers der Stadtwerke Kiel an. Der Krieg in der Ukraine treibt die Erdgaspreise weiter nach oben.

Bild: © Axel Heimken/dpa

Trotz der Energiekrise werden die Niederlande wie geplant die eigene Gasproduktion weiter drosseln. Die elf Förderstellen in der nordöstlichen Provinz Groningen werden ab Oktober nur noch 2,8 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich produzieren, kündigte der für die Gasförderung zuständige Staatssekretär Hans Vijlbrief am Montag in Den Haag an.

Das ist die Mindestmenge, um die Systeme am Laufen zu halten. Im vergangenen Gasjahr (von Oktober bis Oktober) waren 4,5 Milliarden Kubikmeter gefördert worden.
 

Wegen großer Schäden durch Erdbeben in der Region nahe der deutschen Grenze hatte die Regierung zuvor beschlossen, die Gas-Produktion zu stoppen. Doch wegen der Energiekrise und des Lieferstopps aus Russland war dies für ein Jahr ausgesetzt worden.

Kleine Beben haben viele Gebäude beschädigt oder zerstört

Allerdings soll die Produktion nur in Notfällen bei großen Versorgungsengpässen wieder angekurbelt werden. Die Gefahr für Bürger sei zu groß, sagte der Staatssekretär im Radio.

Zahlreiche kleinere Erdbeben hatten in den vergangenen Jahren Gebäude in der Region stark beschädigt oder zerstört. Noch immer müssen nach Angaben der Regierung 13 000 Gebäude extra verstärkt werden, um einen Einsturz zu verhindern. (dpa/hoe)

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