Aus Erdgas wird Biomethan: Die Stadtwerke Bamberg stellen ihre Erdgas-Zapfsäule am Berliner Ring um.

Aus Erdgas wird Biomethan: Die Stadtwerke Bamberg stellen ihre Erdgas-Zapfsäule am Berliner Ring um.

Bild: © Sven Hoppe/dpa

Die Stadtwerke Bamberg haben an ihrer öffentlichen Erdgas-Zapfsäule stadtauswärts auf Biomethan umgestellt. Der Kraftstoff habe gegenüber fossilem Erdgas eine deutlich bessere Klimabilanz, begründet der bayerische Kommunalversorger diesen Schritt.

Biomethan gehöre aufgrund seiner besonders hohen Energiedichte zu den effizientesten Kraftstoffen, teilen die Stadtwerke mit. Das Produkt werde aus Abfallstoffen wie Gülle, Mist, Bioabfällen und Stroh hergestellt. Diese stünden also nicht in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln.

Biomethan lokal erzeugt

Gleichzeitig nähmen die Rohstoffe beim Wachsen so viel CO2 auf, wie sie bei der Verbrennung wieder abgeben, seien damit also fast CO2-neutral. Nur bei der Gewinnung fielen Emissionen an.

Im Gegensatz zu Benzin und Diesel seien die Transportwege von Biomethan zudem gering. Die Produzenten seien beim Bezug der Rohstoffe darüber hinaus vom Ausland unabhängig. Biomethan werde lokal erzeugt und in das nächstgelegene Erdgasnetz eingespeist.

"Kunden werden Unterschied nicht merken"

Horst Ziegler, Vertriebsleiter bei den Stadtwerken Bamberg, sieht einen weiteren Vorteil. "Weder im Tank noch im Geldbeutel werden die Kunden den Unterschied merken", sagt er. "Jedes Erdgas-Fahrzeug kann ohne technische Anpassungen Biomethan tanken."

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