Preem, Schwedens größter Hersteller von Kraftstoffen, spielt eine herausragende Rolle bei der Umstellung auf Wasserstoff.

Preem, Schwedens größter Hersteller von Kraftstoffen, spielt eine herausragende Rolle bei der Umstellung auf Wasserstoff.

Bild: © Adobe Stock/Thomas

Grüner Wasserstoff kann nach den Ergebnissen einer aktuellen Studie der FH Erfurt bis 2050 zu keinem Zeitpunkt den deutschen Wasserstoffbedarf allein decken. Die Studie ist eine Fortführung der Forschungsarbeit zum Bedarf an Wasserstoff, welcher im Forschungsprojekt „Wasserstoffnachfragepotenzial bis zum Jahr 2050 in Deutschland und der Europäischen Union“ im vergangenen Jahr identifiziert wurde, und betrachtet nun die zur Deckung des Bedarfs notwendige Angebotsseite. Die in der Analyse simulierte Bedarfsdeckung beruht auf einer ökonomischen Optimierung unter Berücksichtigung der aktuell geltenden politischen Ziele.

Eine tragende Säule der Wasserstoffherstellung werde insbesondere zum Beginn die Brückentechnologie des blauen Wasserstoffes einnehmen, heißt es in der Studie. Dieser zeichne sich sowohl durch eine günstigere Produktion als auch durch geringere CO2-Emissionen aus. Türkiser Wasserstoff befinde sich noch in der Entwicklungsphase, so dass der Ausbau nur schwer abzusehen sei und diese Technologie daher voraussichtlich nur eine untergeordnete Rolle beim Hochlauf der deutschen Wasserstoffwirtschaft einnehmen werde.

Was ist eigentlich "erneuerbar"?

Pinker Wasserstoff sei mit dem deutschen Atomenergieausstieg keine Option für die Deckung des deutschen Wasserstoffbedarfs. Er werde aber für Länder mit hohem Anteil von Kernenergie am Strommix eine hohe Relevanz besitzen. In Frankreich und Schweden würde der durch Netzstrom produzierte Wasserstoff bedingt durch den Delegated Act sogar als erneuerbarer Wasserstoff gelten.

Zudem zeige sich, dass Deutschland in Zukunft stark auf Wasserstoffimporte aus dem außereuropäischen Ausland angewiesen sein werde. Der größte Anteil der Importe werde durch grünen Ammoniak gedeckt werden, was das Vorantreiben der europäischen bzw. deutschen Importterminals und Verteilnetze voraussetze. (amo)

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