In ganz Deutschland ergreifen Versorger und Unternehmen die Initiative für Wasserstoff.

In ganz Deutschland ergreifen Versorger und Unternehmen die Initiative für Wasserstoff.

Bild: © malp/Adobe Stock

Mit der GreenHydrogen-Zertifizierung ermöglicht TÜV Süd den Nachweis, dass regenerativ hergestellter Wasserstoff mit deutlich geringeren Treibhausgasemissionen behaftet ist als herkömmlich erzeugter Wasserstoff oder als fossile Kraftstoffe.

Voraussetzung für die Vergabe des Zertifikats ist, dass grüner Wasserstoff gegenüber dem fossilen Vergleichswert ein Treibhausgas-Minderungspotenzial von mindestens 60 Prozent aufweist. Wird der grüne Wasserstoff durch Elektrolyse erzeugt, muss das THG-Minderungspotenzial sogar bei 75 Prozent liegen.

Hohe Hürden

Grundlage für den Vergleich sind die aktuellen Werte der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie II und die Werte für konventionell, mit Hilfe von Erdgas-Reforming hergestellten Wasserstoff. Zudem werden zusätzliche Parameter herangezogen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Unter anderem werden der Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien oder der Einsatz von Biomethan in den Blick genommen. Darüber hinaus müssen die Zertifikatenehmer nach TÜV Süd-Angaben ein robustes Monitoringsystem vorweisen können.

Die zertifizierten GreenHydrogen-Mengen können in dem von der Europäischen Union unterstützten Herkunftsnachweissystem für Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien – CertifHy – registriert werden. Das H2-HKN-System vereinfacht nach Aussage von Klaus Nürnberger, die Übertragbarkeit von grünem Wasserstoff in der Europäischen Union vom Erzeuger bis zum Verbraucher.

Nachfrage steigt

Nürnberger rechnet im Zuge der Energiewende mit einem Boom von grünem Wasserstoff. "Das gilt vor allem für den Bereich der viel zitierten Verkehrswende, wo die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie die batteriegestützte Elektromobilität ergänzt." (amo)

 

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