Ikea stellt die eigenen Heiz- und Kühlsysteme auf erneuerbare Energieträger um.

Ikea stellt die eigenen Heiz- und Kühlsysteme auf erneuerbare Energieträger um.

Bild: © IKEA Deutschland GmbH & Co. KG

Der Möbelhersteller Ikea will bis 2030 klimapositiv sein. Dazu möchte das Unternehmen die Heiz- und Kühlsysteme des eigenen Betriebs auf erneuerbare Energieträger und nachhaltigere Techniken umstellen. IKEA Deutschland will zudem ab 2022 mit nachhaltigerem Biogas heizen, wie das Unternehmen mitteilt.

"Durchschnittlich 91 Prozent unserer jährlichen Treibhausgasemissionen entstehen hierzulande durch den Energieverbrauch – den größten Anteil verursacht der Heiz- und Kühlbedarf in unseren Gebäuden", erklärt Berna Brandsaeter, Acting Sustainability Manager, Ikea Deutschland.

100 Prozent bis 2024

Nun hat Ikea Deutschland einen Vertrag unterzeichnet, mit dem das Unternehmen ab Januar 2022 schrittweise von Erdgas auf Biogas umsteigt. Auch bisher wurden schon erneuerbare Verfahren wie Pelletheizungen oder Wärmepumpen eingesetzt. Dennoch musste zum Großteil auf Erdgas zurückgegriffen werden, heißt es.

Das Unternehmen starte ab 2022 zunächst mit einem Anteil von 25 Prozent Biogas. Dieser soll bis 2023 auf 75 Prozent steigen und 2024 100 Prozent erreichen.

Mehrkosten sind einkalkuliert

"Auch wenn uns bewusst ist, dass Biogas nur ein kleiner Baustein der Energiewende sein wird, sehen wir darin eine gute Chance für IKEA zur schnelleren Abkehr von fossilem Erdgas. Dafür sind wir bereit, Mehrkosten in Kauf zu nehmen, da wie sie als Investment in die Zukunft betrachten", sagt Brandsaeter.

Bei dem Biogas handelt es sich demnach um Biomethan, das ausschließlich aus Abfall- und Reststoffen hergestellt wird. Damit vermeide das Unternehmen, dass Energiepflanzen extra für diesen Zweck angebaut werden müssen.

Mögliche Alternative auf Strombasis

Das Biogas konkurriere somit weder mit der Nahrungsmittelproduktion, noch führe die Herstellung zu Landnutzungsänderungen. Die ersten drei Jahre soll das Biogas aus europäischen Quellen und ab 2025 ausschließlich aus deutschen Quellen stammen.

Als dauerhafte Alternative prüft Ikea zudem den Einbau elektrischer Heiz- und Kühlsysteme, welche mit erneuerbarem Strom emissionsfrei betrieben werden. (jk)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper